Israel intensiviert Suche nach Ausbrechern | Aktuell Nahost | DW

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Sechs Palästinensern war am Montag die spektakuläre Flucht aus der israelischen Haftanstalt Gilboa gelungen – sie entkamen durch einen selbst gegrabenen Tunnel. An der Suche nach ihnen beteiligen sich seitdem zahlreiche Polizeikräfte, der Inlandsgeheimdienst Schin Bet sowie Spezialeinheiten der Armee. Die bereits im Westjordanland stationierten Soldaten würden nun durch Kampfbataillone, Überwachungstruppen und einige Militärflugzeuge verstärkt, erklärte Armeechef Aviv Kohavi.

Die Abriegelung der Palästinensergebiete wurde verlängert. Die Maßnahme solle nun bis Freitag um Mitternacht gelten, teilte die Armee zum Abschluss des jüdischen Neujahrsfests am Mittwochabend mit, als die Abriegelung eigentlich bereits enden sollte.

Palästinensische Häftlinge flüchten aus Gefängnis in Israel

Es seien insgesamt 200 Straßensperren aufgestellt worden, berichtete die Zeitung “Jerusalem Post”

Unter den Ausbrechern ist der frühere Anführer der Al-Aksa-Brigaden in Dschenin, Sakaria Subeidi. Er war im Jahr 2019 wegen Terrorvorwürfen festgenommen worden. Die anderen fünf Ausbrecher saßen wegen geplanter oder verübter Angriffe auf Israelis in Haft. Inzwischen nahm Israel mehrere Angehörige der Palästinenser fest, was von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch scharf kritisiert wurde.

Eine Demütigung

Militante Palästinenserorganisationen feierten die Flucht der Gefangenen als riesigen Erfolg und Demütigung Israels. In einigen Orten in den Palästinensergebieten und in Ostjerusalem kam es nach Aufrufen palästinensischer Gruppen zu Protesten gegen Israel. Nach Angaben des Roten Halbmonds wurden etliche Demonstranten durch Tränengas verletzt.

Palästinensische Häftlinge flüchten aus Gefängnis in Israel

Bei Nablus zündeten Demonstranten bei Auseinandersetzungen mit israelischen Sicherheitskräften Reifen an

Auch in mehreren israelischen Gefängnissen kam es zu “Spannungen”, wie die Vereinigung der palästinensischen Gefangenen mitteilte. Die zuständige israelische Behörde bestätigte, dass in den Haftanstalten Ktziot und Ramon Brände gelegt worden seien. “Die Situation ist unter Kontrolle, die Feuer wurden gelöscht”, erklärte eine Sprecherin.

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wa/rb (afp, dpa)




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