Israelischer Bildhauer Dani Karavan ist tot | Aktuell Nahost | DW

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Dani Karavan sei in Tel Aviv verschieden, teilte der Bürgermeister der Stadt, Ron Chuldai, auf Twitter mit. Er würdigte Karavan als “Sohn der Stadt und Ehrenbürger der Stadt” und “Künstler, der auf der ganzen Welt Ansehen erlangt” habe. In seiner Heimatstadt am Mittelmeer habe Karavan “physisch und spirituell Spuren hinterlassen”. In Deutschland ist der Künstler unter anderem für das Mahnmal für den Völkermord der Nazis an bis zu 500.000 Sinti und Roma bekannt, das 2012 in Berlin eingeweiht wurde.

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin

Karavan wurde 1930 als Sohn polnischer Einwanderer in Tel Aviv geboren. Die Familien seiner Eltern verloren viele Mitglieder während des Holocausts. Daher ist die Erinnerung an die Judenvernichtung ein wichtiges Thema seiner Arbeiten. Karavan lernte zuerst an der Bezalel-Akademie in Jerusalem Zeichenkunst, später studierte er in Florenz und Paris Malerei. 1996 erhielt er den Kaiserring von Goslar.

Karavan hat Aufsehen erregende Kunstwerke in aller Welt geschaffen. Darunter sind viele begehbare Monumente – etwa der Heinrich-Böll-Platz in Köln oder die “Straße der Menschenrechte” am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Deutschland Straße der Menschenrechte in Nürnberg

27 Säulen markieren die “Straße der Menschenrechte” in Nürnberg

Besonders bekannt ist sein 1994 vollendeter Gedenkort “Passagen” im spanischen Portbou. Er erinnert an den deutschen Philosophen Walter Benjamin, der in dem kleinen spanischen Grenzort 1940 auf der Flucht vor den Nationalsozialisten ums Leben kam.

Auch in seiner israelischen Heimat hat Karavan viele monumentale Landschaftskunstwerke geschaffen, darunter das Negev-Brigadedenkmal in Beerscheva und das “Weiße Stadt”-Denkmal in Tel Aviv.

Im Lauf seiner Karriere erhielt Karavan etliche Auszeichnungen. 1977 wurde er mit dem israelischen Preis für Bildhauerei ausgezeichnet und im Jahr 2021 bekam er von der Stadtverwaltung Tel Aviv zu Ehren des Unabhängigkeitstages den Titel “Geliebter der Stadt”.  Zu seinen Lebzeiten wurde er außerdem 1996 mit dem UNESCO-Preis “Künstler des Friedens”, dem deutschen “Kaiserring” und 1998 mit dem japanischen “Praemium Imperiale” ausgezeichnet.

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kle/haz (dpa, Jerusalem Post)




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