Italiener protestieren gegen 3G-Pflicht am Arbeitsplatz | Aktuell Europa | DW

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Die Polizei drängte in der italienischen Hauptstadt einige Hundert Demonstranten mit Wasserwerfern und Tränengas zurück. Diese hatten versucht, zum Amtssitz von Ministerpräsident Mario Draghi und zum Haus der größten italienischen Gewerkschaft CGIL vorzudringen.

Auch andernorts kam es zu kleineren Zusammenstößen. Unter den insgesamt mehreren Tausend Protestteilnehmern waren laut Agenturberichten auch rechtsextreme Gruppierungen.

Pflicht ab kommendem Freitag

Die Proteste richteten sich gegen die Einführung eines obligatorischen Grünen Passes für Arbeitnehmer am 15. Oktober. Damit müssen Beschäftigte nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Tests sind nur für Menschen kostenlos, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei bei Protesten gegen die 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz in Italien

Polizei und Demonstranten gerieten mehrfach aneinander

Wer das wahlweise papierne oder digitale Dokument nicht vorlegt, wird ohne Bezahlung beurlaubt. Die Gewerkschaft befürwortet das von Draghis Regierung beschlossene Vorhaben.

23 Millionen Arbeitnehmer betroffen

Die Corona-Passpflicht betrifft rund 23 Millionen Arbeitnehmer in Italien. De facto sind unter den Erwachsenen nur noch Rentner, Arbeitslose sowie Hausfrauen und Hausmänner nicht betroffen.

Bislang musste der Corona-Pass bereits in den Innenräumen von Restaurants, in Kinos oder Sportstadien, in Intercity-Zügen, Bussen und auf Inlandsflügen vorgelegt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bislang knapp 80 Prozent der italienischen Bevölkerung über zwölf Jahren vollständig geimpft.

gri/wa (rtr, afp)




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