Jordanischer Minister tritt nach Panne zurück | Aktuell Nahost | DW

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Der jordanische Gesundheitsminister Nathir Ubaidat hat seinen Rücktritt angekündigt. Er übernahm damit die politische Verantwortung für einen technischen Defekt in einem Krankenhaus, in dessen Folge mindestens sieben COVID-19-Patienten starben. Wie die Behörden mitteilten, handelt es sich um vier Männer und drei Frauen, die künstlich beatmet wurden.

Jordanien Corona l Krankenhaus - tödlicher Sauerstoffausfall l Protest

Hunderte Menschen protestierten auf dem Klinikgelände

In der Einrichtung nahe der Hauptstadt Amman war die Sauerstoffzufuhr eine Stunde lang unterbrochen. Ursache war Ubaidat zufolge ein Leck. Wodurch dieses entstand, werde nun untersucht. Die Sauerstoffversorgung auf der Intensivstation funktioniere inzwischen wieder, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Petra.

Jordanien Corona l Krankenhaus - tödlicher Sauerstoffausfall l Polizei

Sicherheitskräfte fuhren auf

König Abdullah II. stattete dem Krankenhaus einen Besuch ab. Er verlangte die Absetzung des Klinikleiters. Vor dem Gebäude in der Stadt Salt versammelten sich Hunderte Menschen, um gegen die Todesfälle zu protestieren. Unter ihnen waren auch Angehörige der verstorbenen Patienten.

Jordanien Corona l Krankenhaus - tödlicher Sauerstoffausfall l Protest

König Abdullah II. (am Steuer) besuchte die Klinik

Jordanien verzeichnet seit längerem einen Anstieg der Corona-Zahlen. In der vergangenen Woche meldete das Land mit zehn Millionen Einwohnern täglich zwischen 6300 und 8300 Neuinfektionen. In Deutschland, wo achtmal so viele Menschen leben, lag die Zahl im selben Zeitraum nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zwischen 4300 und 14.400. In Jordanien starben nach offiziellen Angaben insgesamt 5224 Menschen an oder mit dem Virus.

jj/uh (dpa, afp)




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