Junta wirft Aung San Suu Kyi Korruption vor | Aktuell Asien | DW

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Die Militärführung in Myanmar wirft der abgesetzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi Bestechlichkeit vor. Die 75-Jährige habe mehr als elf Kilogramm Gold im Wert von 680.000 Dollar sowie 600.000 Dollar in bar erhalten, sagte Brigadegeneral Zaw Min Tun, der als Sprecher der Militärregierung fungiert, in der Hauptstadt Naypyitaw.

Die Vorwürfe sind die bislang schwersten, die das Militär gegen die abgesetzte zivile Führung des Landes erhoben hat. Anfang vergangener Woche hatte die Junta Suu Kyi bereits wegen “Anstiftung zum Aufruhr” angeklagt. Laut Berichten steht sie in Naypyidaw unter Hausarrest. Sie stand bereits unter Myanmars früherer Militärregierung 15 Jahre unter Hausarrest.

Zugleich bekräftigte die Militärführung, sie werde nur für eine bestimmte Zeit an der Macht bleiben. “Wir werden eine Wahl abhalten, und dann werden wir die Regierungsgeschäfte an die Siegerpartei übergeben”, sagte Zaw Min Tun. Zuvor hatte die Militärregierung eine Wahl binnen eines Jahres zugesichert, aber keinen Termin dafür genannt. Man sei auf dem Weg zu einer “echten Demokratie”, so Zaw Min Tun. Die Sicherheitskräfte seien diszipliniert und würden nur dann Gewalt anwenden, wenn dies notwendig sei.

In mehreren Städten des Landes kam es wieder zu Demonstrationen gegen den Militärputsch am 1. Februar und für eine Rückkehr zur Demokratie. Nach Angaben von Augenzeugen und örtlichen Medien wurden acht Demonstranten getötet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf der Armee den vorsätzlichen und koordinierten Einsatz von Kriegswaffen gegen friedliche Demonstranten vor. Viele der dokumentierten Tötungen kämen außergerichtlichen Hinrichtungen gleich.

uh/rb (dpa, afp, rtr)




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