Kanada und USA ächzen unter Hitze-Rekorden | Aktuell Amerika | DW

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Der Westen Kanadas und der Nordwesten der USA werden derzeit von einer extremen Hitzewelle heimgesucht. In der Ortschaft Lytton in der kanadischen Provinz British Columbia wurde am Montag die Rekordtemperatur von 47,9 Grad Celsius gemessen – noch einmal 1,3 Grad mehr als der Rekord vom Vortag. Dies ist die höchste Temperatur, die jemals in Kanada verzeichnet wurde. Temperaturen von über 40 Grad wurden am Wochenende in ganz British Columbia gemessen.

107 Grad Fahrenheit entspricht 41,7 Grad Celsius

107 Grad Fahrenheit entspricht 41,7 Grad Celsius

Die zuvor höchste gemessene Temperatur in Kanada betrug 45 Grad Celsius und war im Juli 1937 in zwei Städten der Provinz Saskatchewan verzeichnet worden. Das Umweltministerium gab wegen der extremen Hitze Warnungen für British Columbia und die Provinz Alberta sowie für Teile von Saskatchewan, Yukon und der Northwest Territories heraus. Die Hitzewelle werde die ganze Woche über andauern, hieß es. Die Temperaturen würden zehn bis 15 Grad über den Normalwerten liegen.

Übernachten in klimatisierten Autos oder Tiefgaragen

In den betroffenen Gebieten Kanadas schlossen Schulen und Corona-Impfzentren, Kommunen eröffneten Notkühlzentren, und Sozialarbeiter verteilen Wasserflaschen und Mützen. In den Geschäften sind tragbare Klimaanlagen und Ventilatoren ausverkauft. In Vancouver stellten die Behörden an Straßenecken provisorische Wasserbrunnen und Besprühungsstationen auf. Mehrere Menschen, die zu Hause keine Kühlung hatten, berichteten, dass sie über Nacht in ihren klimatisierten Autos oder in Tiefgaragen schliefen, einige mit ihren Haustieren.

Verteilung von Wasserflaschen vor dem Gebäude der Union Gospel Mission in Seattle

Verteilung von Wasserflaschen vor dem Gebäude der Union Gospel Mission in Seattle

Eine Warnung vor einer „gefährlichen Hitzewelle“ veröffentlichte auch der nationale Wetterdienst der USA für die nordwestlichen Bundesstaaten Washington und Oregon. Die Temperaturen in Städten wie Portland und Seattle erreichten Werte, die seit Beginn der Aufzeichnungen in den 1940er Jahren nicht mehr erreicht wurden: 46,1 Grad Celsius in Portland und 42,2 in Seattle.

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Amazon macht Zentrale zur Kühlstation  

Die extreme Hitze in Kombination mit der intensiven Trockenheit verursachte auch mehrere Brände. Ein Feuer an der Grenze zwischen Kalifornien und Oregon verbrannte bereits eine Fläche von mehr als 600 Hektar. US-Onlineversand-Gigant Amazon öffnete einen Teil seines Hauptquartiers in Seattle als Abkühlungsort für die Öffentlichkeit – mit Platz für 1.000 Personen. Die meisten Häuser in der Stadt – die normalerweise für ihr kühles und regenreiches Klima bekannt ist – haben keine Klimaanlagen.

Schon am Wochenende hatte Dick's Drive-In in Seattles Stadtteil Capitol Hill wegen der Hitze seine Pforten geschlossen

Schon am Wochenende hatte Dick’s Drive-In in Seattles Stadtteil Capitol Hill wegen der Hitze seine Pforten geschlossen

Auch in Portland fanden die Bewohner Zuflucht in den von den örtlichen Behörden eingerichteten Kühlzentren und ruhten sich auf Matratzen und Klappstühlen aus. Im nahegelegenen Eugene waren die Organisatoren gezwungen, den letzten Tag der olympischen Leichtathletik-Wettkämpfe in den USA zu verschieben und die Nachmittagsveranstaltungen auf den Abend zu verlegen.

sti/ehl (afp, ap, dpa)




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