Kaum noch Hoffnung auf Überlebende in Izmir | Aktuell Europa | DW

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Nach dem schweren Beben in der Ägäis gibt es nur noch wenig Hoffnung, Überlebende aus den Trümmern bergen zu können. Bis zum späten Sonntagabend wurden in der türkischen Region Izmir nach Regierungsangaben fast 70 Leichen unter den Schuttmassen gefunden, zwei weitere Todesopfer gab es auf der griechischen Insel Samos.

Mehr als 900 Menschen in der Türkei erlitten Verletzungen, im Katastrophengebiet wurden tausende Zelte als Notunterkünfte errichtet. Mehr als 200 Verletzte liegen nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde Afad noch im Krankenhaus. Gut 30 Stunden nach dem Beben bargen Helfer noch einen 70-Jährigen unter dem Beifall von Umstehenden lebend aus dem Schutt.

800 Nachbeben

Das Beben der Stärke 7,0 hatte am Freitag den Westen der Türkei  und die griechische Insel Samos erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens zwischen Samos und der türkischen Provinz Izmir. Die Erschütterungen waren bis nach Istanbul und Athen zu spüren. Die türkischen Behörden registrierten mehr als 800 Nachbeben. Auf Samos wurden zwei Schüler von einer einstürzenden Mauer erschlagen.

Türkei Erdbeben Zerstörung bei Izmir (Ozan Kose/AFP/Getty Images)

Es war nicht nur die Wucht des Bebens, auch Baumängel sollen Grund für den Einsturz von Häusern gewesen sein

Am schwersten betroffen ist die türkische Stadt Bayrakli, wo 17 Gebäude einstürzten. Zahlreiche Bewohner verbrachten aus Angst vor Nachbeben eine weitere Nacht im Freien. Helfer hatten tausende Zelte errichtet, Freiwillige gaben Suppe aus. An den Such- und Bergungseinsätzen Tag und Nacht beteiligten sich fast 6000 Einsatzkräfte. “Wir warten auf ein Wunder”, sagte ein Mann in Bayrakli.

Vor Baumängeln war gewarnt worden

Laut einem Bericht der Zeitung “Hürriyet” hatten Experten bereits vor Jahren auf Mängel an zwei der nun eingestürzten Gebäude in Bayrakli hingewiesen. Bei ihrem Bau sei minderwertiger Zement verwendet worden.

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In der Türkei gibt es immer wieder schwere Erdbeben. Erst im Januar waren mehr als 40 Menschen nach einem Erdbeben der Stärke 6,7 in Elazig im Osten des Landes ums Leben gekommen.

haz/wa (dpa, afp)




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