Keine Anzeichen für Corona nach Testkonzert in Barcelona | Aktuell Europa | DW

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Zwei Wochen nach dem Konzert habe es in den Daten des staatlichen Gesundheitssystems “kein Anzeichen” für eine Übertragung des Coronavirus während der Großveranstaltung gegeben, sagte der an dem Testprojekt beteiligte Arzt Josep Maria Llibre. Damit sei das “Ziel dieser Studie” erreicht worden.

Zwar seien 14 Tage nach dem Konzert bei den 5000 Zuschauern sechs Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, so Llibre. Krankheitssymptome entwickelten sie demnach nicht. Zumindest bei vier der sechs Fälle sei es sicher, dass die Übertragung nicht während des Konzerts stattgefunden habe.

Die Mediziner hatten allerdings keine Informationen, wie viele der Konzertbesucher sich in den folgenden zwei Wochen auf Corona testen ließen. Es ist daher möglich, dass sich insbesondere noch mehr asymptomatische Infektionen entwickelten als bekannt.

Testkabinen in der Veranstaltungshalle aus der Vogelperspektive

Erst der Schnelltest, dann der Musikgenuss

Aufwendige Sicherheitsmaßnahmen

Das Konzert der Indie-Rockband “Love of Lesbian”, das Ende März im Palau Sant Jordi in Barcelona stattgefunden hatte, war von mehreren Festivals und Musikveranstaltern sowie von Llibres Krankenhaus organisiert worden. Alle Besucher mussten vorher einen Corona-Antigen-Test machen und ein negatives Ergebnis vorlegen. Außerdem mussten sie FFP2-Masken tragen.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde in der Mehrzweckhalle eine besonders leistungsfähige Lüftungsanlage installiert. Außerdem wurde strikt darauf geachtet, dass sich in kritischen Bereichen wie den Toiletten nicht zu viele Menschen aufhielten. Abstand halten mussten die Konzertbesucher nicht. Nach der Veranstaltung wurde weiter beobachtet, ob bei der Menschenansammlung das Coronavirus weitergegeben wurde.

Licht am Ende des Tunnels

Für die Musikbranche ist das Testkonzert ein Zeichen der Hoffnung. Barcelona und seine Kulturszene seien damit einmal mehr “Pioniere in einer nie dagewesenen Lage, in der man kulturelle Aktivität mit allen gesundheitlichen Garantien erhalten muss”, sagte Barcelonas Vize-Bürgermeister Jaume Collboni bei der Pressekonferenz. Es sei “möglich, die Restriktionen zu lockern und das mit kulturellen Aktivitäten zu kombinieren, die wieder losgehen müssen”.

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Der Organisator des Konzerts, Jordi Herreruela, zeigte sich sehr erleichtert und sagte, es gebe nun für die von der Pandemie schwer gebeutelten Showveranstalter “ein Licht am Ende des Tunnels”.

Das Konzert in Barcelona wurde als Europas größtes Indoor-Rockkonzert seit Beginn der Corona-Pandemie beworben. Anfang März fand eine ähnliche Veranstaltung in den Niederlanden mit 1300 Teilnehmern statt. In der Arena Leipzig hatte Pop-Musiker Tim Bendzko im August unter der Aufsicht von Wissenschaftlern ein Konzert mit 1500 Zuschauern gegeben.

fab/jj (dpa, afp)




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