Klimakonferenz will Wälder des Planeten retten | Aktuell Welt | DW

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Die beteiligten Länder, darunter Deutschland und die gesamte EU, repräsentieren 85 Prozent der weltweiten Waldfläche, also etwa 34 Millionen Quadratkilometer. Mit dabei sind die Staaten mit den größten Wäldern überhaupt, also Kanada, Russland, Brasilien, Kolumbien, Indonesien sowie China, Norwegen und die Demokratische Republik Kongo.

Die britische Regierung, die der UN-Konferenz vorsitzt, erklärte, für den Schutz der Wälder würden etwa 12 Milliarden US-Dollar (rund 10,3 Milliarden Euro) an öffentlichen Geldern mobilisiert. Hinzu kommen nach Angaben aus London 7,2 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen.

Die Lunge der Erde

Wälder gelten als die Lunge unseres Planeten, sie nehmen etwa ein Drittel der jährlich vom Menschen ausgestoßenen CO2-Emissionen auf. Doch schrumpfen sie dramatisch. Jede Minute geht eine Wald-Fläche von etwa 27 Fußballfeldern verloren. Grund ist der Bau von Häusern und Straßen oder das Schaffen von landwirtschaftlichen Flächen, um Viehzucht oder Ackerbau zu betreiben.

Der britische Premierminister Boris Johnson betonte, der Zerstörung der Wälder müsse Einhalt geboten werden. Wälder – so Johnson – seien „Kathedralen der Natur“ und, so der britische Premier weiter: „Sie sind unverzichtbar für unser Überleben.“

Indonesien zieht mit

Der Präsident Indonesiens, Joko Widodo, sagte, sein Land sei gesegnet mit viel Regenwald. Seine Regierung verpflichte sich, diesen als „natürliches Kapital“ zu beschützen.

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Illegal gefällte Bäume in Anapu, Brasilien

Die zweiwöchige COP26 hatte am Sonntag begonnen. Verhandelt wird bis zum 12. November über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015. Darin hatte sich die internationale Gemeinschaft darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, idealerweise 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Allen Beteiligten ist dabei klar: Die bisherigen Pläne der Staatengemeinschaft reichen bislang bei weitem nicht aus, die in Paris vereinbarten Ziele auch tatsächlich zu erreichen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte deshalb in Glasgow auch mehr Tempo beim Klimaschutz gefordert und vor „verheerenden Auswirkungen“ der Erderwärmung gewarnt. Um die Ziele von Paris zu erreichen, sei eine „umfassende Transformation“ des Arbeitens und des Wirtschaftens unumgänglich.

Merkel brachte dabei auch einen weltweiten Preis für den Ausstoß von Kohlendioxid ins Spiel. Ein solcher CO2-Preis könne die Industrie dazu bringen, die technologisch besten Wege zur Klimaneutralität zu finden.

haz/fw (dpa, rtr, afp)




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