Kramp-Karrenbauer besucht türkischen Kollegen | Aktuell Europa | DW

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Ungeachtet von politischen Meinungsverschiedenheiten sicherte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ihrem türkischen Amtskollegen Hulusi Akar ein stärkeres Engagement Deutschlands bei der Sicherung der NATO-Flanke im Schwarzmeerraum zu. Gleichzeitig ermunterte sie die türkische Regierung, eine wesentliche Rolle in Afghanistan zu übernehmen – etwa den Weiterbetrieb des Flughafens in Kabul.

“Wir waren uns einig, dass in einem ersten Schritt vor allen Dingen die diplomatischen Vertretungen erhalten bleiben müssen. Dazu braucht es aber eine sichere Infrastruktur am Flughafen und eine sichere medizinische Infrastruktur”, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie sei dankbar, dass die Türkei hier bereit sei, eine wesentliche Rolle zu übernehmen.

Zuletzt wurden allerdings Drohungen der Taliban gegen die Türkei laut. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, die Türkei könne nach der Entscheidung der USA zum Abzug aus Afghanistan dort “viel mehr Verantwortung” übernehmen.

Mehr als 20 Spezialkräfte in Afghanistan getötet

In Afghanistan wurden unterdessen mehr als 20 Spezialkräfte der Regierung bei dem Versuch getötet, einen Bezirk im Norden des Landes von den militant-islamistischen Taliban zurückzuerobern. Das bestätigten lokale Behördenvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorfall im Bezirk Daulatabad in der Provinz Fariab löste in Afghanistan großes Entsetzen und Bestürzung aus.

Afghanistan Auseinandersetzungen zwischen Taliban und Sicherheitskräften im Bezirk Khanabad

Schwere Schäden nach Auseinandersetzungen zwischen Taliban und Sicherheitskräften im Bezirk Khanabad

Den Behördenvertretern zufolge hatten die Elitetruppen es am Dienstag kurzzeitig geschafft, das Bezirkszentrum zurückzuerobern. Allerdings seien sie kurz darauf von Taliban aus dem Hinterhalt angegriffen worden, die sich in umliegenden Dörfern versteckt hatten. Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass jene, die den Hinterhalt überlebt hätten, an einem Ort versammelt und dann erschossen worden seien. In sozialen Medien wurden mehrere Videos von den an einem Ort liegenden getöteten Soldaten geteilt.

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Seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen am 1. Mai hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan deutlich verschlechtert. Die Taliban konnten seither mindestens 27 der rund 400 Bezirke des Landes neu erobern.

hf/sti (rtr, dpa, afp)




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