Krawalle nach tödlichen Polizeischüssen in Chile | Aktuell Amerika | DW

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Nach tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen Straßenkünstler ist es im Süden Chiles zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Demonstranten in der Stadt Panguipulli setzten das Rathaus in Brand. Sie warfen Steine auf Sicherheitskräfte, wie in einem Video zu sehen ist, das der Sender T13 veröffentlichte. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein.

Warnschüsse auf den Boden

Auslöser der Zusammenstöße war ein Vorfall im Zentrum der Stadt, die zur Region Los Ríos gehört. Ein Polizist hatte an einer Kreuzung einen Jongleur erschossen, der sich einer Kontrolle widersetzt hatte. Nach zwei Warnschüssen auf den Boden war der junge Mann auf den Carabinero zugestürmt, der daraufhin das Feuer eröffnete. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Das Innenministerium wies die Polizei an, bei der Untersuchung des Vorfalls zu kooperieren.

Wegen ihres oft brutalen Vorgehens gerieten die Carabineros – die uniformierte Polizei Chiles – wiederholt in die Kritik. Fehlende Deeskalationsstrategien führen immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen. So wurden bei den heftigen Protesten gegen die Regierung Ende 2019 mehr als 30 Menschen getötet und Hunderte verletzt. Menschenrechtsorganisationen forderten strafrechtliche Ermittlungen gegen die Polizeiführung.

jj/mak (dpa, emol.com)




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