Le Drian bekundet in Kairo seinen Respekt vor dem Islam | Aktuell Nahost | DW

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Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sprach in Ägypten zwar auch mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi und Außenminister Sami Schukri – die größte Aufmerksamkeit galt allerdings seinem Treffen mit Ahmad al-Tayyib, dem höchsten muslimischen Vertreter des Landes.

Als Imam der al-Azhar-Moschee hat Großscheich al-Tayyib den protokollarischen Rang eines Ministerpräsidenten inne. Und als religiöse Autorität hatte er Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über “islamistischen Separatismus” als “rassistisch” und als “Hassreden” angeprangert. Auch bei seinem Gespräch mit Le Drian blieb er bei seiner Haltung.

Beleidigungen unseres Propheten sind völlig inakzeptabel. Wir werden jeden, der unseren ehrenwerten Propheten nicht respektiert, vor internationale Gerichten bringen, selbst wenn wir damit den Rest unseres Lebens verbringen müssten”, wird al-Tayyib in einer von der Al-Azhar veröffentlichten Erklärung zitiert. “Ich bin der erste, der gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung protestiert, wenn diese Freiheit irgendeine Religion beleidigt.”

“Auf eine gemeinsame Annäherung hinarbeiten”

Le Drian sagte, er habe einen langen, von “großer Offenheit” geprägten Austausch mit Scheich Ahmed al-Tayeb gehabt. “Ich habe in unserer jeweiligen Analyse viele übereinstimmende Punkte festgestellt”, sagte er gegenüber Reportern. Der Großimam habe vorgeschlagen, auf eine gemeinsame Annäherung hinzuarbeiten – und nur gemeinsam könne der Fanatismus bekämpft werden.

Le Drian bei der Pressekonferenz mit Scheich al-Tayyib

Le Drian bei der Pressekonferenz mit Scheich al-Tayyib

An der Seite des ägyptischen Außenministers Schukri hatte Le Drian ebenfalls einen versöhnlichen Ton angeschlagen. “Ich habe unseren tiefen Respekt vor dem Islam betont und ich betone ihn auch hier”, sagte der französische Minister vor der Presse. Frankreich kämpfe gegen Terrorismus und Extremismus, aber auch für die Glaubensfreiheit.

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In mehreren Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit war es zu Demonstrationen gekommen, nachdem Macron das Recht verteidigt hatte, Karikaturen des Propheten Mohammed zu veröffentlichen.

rb/ack (afp, rtr)




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