Lehrer bei Präsidentenwahl in Peru vorne | Aktuell Welt | DW

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Laut ersten Ergebnissen kommt Pedro Castillo, der Bewerber der Partei Perú Libre, auf 16,3 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt nach der Auszählung von etwas mehr als der Hälfte der Stimmen mitteilte. Hinter dem Lehrer lagen demnach der konservative Wirtschaftswissenschaftler Hernando de Soto mit 13,4 Prozent und die rechte Ex-Abgeordnete Keiko Fujimori mit 12,9 Prozent. Die beiden stärksten Kandidaten gehen in die Stichwahl.

Castillo will Medien kontrollieren

Castillo stammt aus der Provinz Chota im Norden des Landes und hatte 2017 einen Lehrer-Streik angeführt. Die Regierung warf ihm damals Verbindungen zu Sympathisanten der linken Rebellengruppe Leuchtender Pfad vor. Der 51-Jährige kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs einen sozialistischen Staat aufzubauen, die Medien zu kontrollieren und das Verfassungsgericht abzuschaffen. Im Wahlkampf warb er zudem für eine Verfassungsreform, den Umbau des Rentensystems und die Verstaatlichung der Gasindustrie.

Peru Pedro Castillo Präsidentschaftskandidat

Pedro Castillo lässt sich von seinen Anhängern feiern

Der Ökonom De Soto ist ein international anerkannter Experte für informelle Wirtschaft, soziale Inklusion und Eigentumsrechte von Armen. Er überlebte drei Anschläge der  Guerillaorganisation Leuchtender Pfad und war Berater des autoritären Machthabers Alberto Fujimori.

Peru leidet unter Corona-Pandemie

Dessen Tochter Keiko bewirbt sich bereits zum dritten Mal um das Präsidentenamt. Sie steht für eine liberale Wirtschaftspolitik und eine Sicherheitsstrategie der harten Hand. In den vergangenen Jahren war sie allerdings mehrfach in Untersuchungshaft. In einem laufenden Korruptionsverfahren droht ihr eine langjährige Freiheitsstrafe.

Peru leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie: Es gehörte zeitweise zu den Ländern mit der höchsten Sterblichkeitsquote weltweit, zudem brach die Wirtschaft im vergangenen Jahr um 12,9 Prozent ein.

nob/uh (dpa, rtr)




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