Lehrer nahe Paris die Kehle durchgeschnitten | Aktuell Europa | DW

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Einem Geschichtslehrer ist laut Berichten in der Nähe von Paris auf offener Straße die Kehle durchgeschnitten worden. Der Vorfall ereignete sich am späten Nachmittag im Vorort Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich der französischen Hauptstadt. Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später im nahe gelegenen Éragny von der Polizei aufgegriffen. Laut Medien hatte er versucht, die Polizei anzugreifen – daraufhin hat diese auf ihn geschossen. Nach Angaben aus Justizkreisen starb er später. 
Augenzeugen berichteten, der Angreifer habe auf Arabisch “Gott ist groß” gerufen. Zunächst war von einer Enthauptung des Pädagogen die Rede gewesen.

Wie die Polizei weiter mitteilte, soll der Lehrer im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen “Mordes in Verbindung mit einem terroristischen Unternehmen” und wegen einer “kriminellen terroristischen Vereinigung”.

Mehr als 250 Opfer islamistischer Anschläge

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert – dabei starben mehr als 250 Menschen. Daher ist die Terrorgefahr fast ständig im Bewusstsein der Menschen. Erst im September hatte ein aus Pakistan eingewanderter Mann zwei Menschen vor dem früheren Büro der Satirezeitung “Charlie Hebdo” mit einem Fleischerbeil angegriffen und verletzt. Das Blatt hatte Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht.

Bei einem Anschlag von Islamisten auf die Redaktion im Januar 2015 wurden zwölf Menschen getötet. Für manche Muslime sind solche Karikaturen reine Blasphemie. 

uh/sti (afp, dpa, rtr)




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