Literaturnobelpreis für US-Autorin Louise Glück | Aktuell Kultur | DW

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Die 77-jährige Autorin werde für ihre unverwechselbare poetische Stimme ausgezeichnet, heißt es in der Begründung. Mit ihrem literarischen Schaffen mache sie die individuelle Existenz zu einer universellen Erfahrung. Glück wurde in Deutschland mit ihren Gedichtbänden “Averno” (2007), in dem sie sich dem Zusammenspiel von Mythologie und Mensch nähert, und “Wilde Iris” (2008) über den Kreislauf von Natur und menschlichem Dasein bekannt.

Die Schriftstellerin wurde in New York geboren und wuchs in Long Island auf. Schon als Mädchen schrieb sie Gedichte. Nach ihrem Debüt “Firstborn” (1968) veröffentlichte die heutige Literaturprofessorin bislang elf weitere Gedichtbände sowie mehrere Bücher mit Essays über Poesie. Spätestens seit “The Triumph of Achilles” (1985) ist sie einem größeren US-Publikum bekannt.

Pulitzer-Preisträgerin

Aktuell lehrt Louise Glück an der US-Eliteuniversität Yale Englisch. Für “Wilde Iris” erhielt sie 1993 den prestigeträchtigen Pulitzer-Preis, 2014 bekam sie den National Book Award für “Faithful and Virtuous Night”. Sie war zeitweise Vorsitzende des Literaturkomitees der American Academy of Arts and Letters, zudem auch im Führungszirkel der Academy of American Poets. 

Der Literaturnobelpreis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (etwa 950.000 Euro) dotiert. Er wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, offiziell in Stockholm übergeben. Wegen der Corona-Pandemie findet die Verleihung in diesem Jahr in einem deutlich kleineren Rahmen statt.

Skandale rund um den Preis

Im vergangenen Jahr hatte die Schwedische Akademie wegen eines vorangegangenen Skandals gleich zwei Preisträger bestimmt. Der österreichische Autor Peter Handke erhielt die Auszeichnung für 2019, die Polin Olga Tokarczuk wurde nachträglich für das Jahr 2018 geehrt.

Während der Preis für Tokarczuk viel Zuspruch erhielt, führte die Vergabe an Handke zu Kritik und Protesten. Der Österreicher hatte sich im Jugoslawien-Konflikt stark mit Serbien solidarisiert und nach Ansicht von Kritikern die von Serben begangenen Kriegsverbrechen bagatellisiert oder geleugnet. Bei der Beerdigung des gestürzten serbischen Führers Slobodan Milosevic hielt er 2006 sogar eine Rede.

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Die Preisvergabe 2018 war ausgefallen. Hintergrund war ein Skandal um das mittlerweile ausgetretene Akademiemitglied Katarina Frostenson und ihren Ehemann Jean-Claude Arnault. Dabei ging es um Belästigungs- und Korruptionsvorwürfe. 

gri/pg (dpa, afp, epd, kna)




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