Live-Ticker: Nationalgarde nach Sturm auf US-Kapitol entsandt | Aktuell Amerika | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

  • In der US-Hauptstadt Washington haben Anhänger des abgewählten Präsident Donald Trump das Kapitol gestürmt. Sie durchbrachen gewaltsam Absperrungen, die das Kongressgebäude schützen sollten, und drangen in das Innere ein. Bilder zeigen Demonstranten, die durch die National Statuary Hall marschieren.
  • Das Repräsentantenhaus und der Senat unterbrachen ihre Sitzung, mit der der Sieg von Trumps demokratischem Kontrahenten Joe Biden bei der Wahl im November bestätigt werden soll. Vizepräsident Mike Pence wurde laut dem Sender NBC an einen sicheren Ort gebracht. Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser ordnete eine Ausgangssperre an, die um 18.00 Uhr Ortszeit in Kraft tritt.
  • Durch Schüsse ist mindestens ein Mensch verletzt worden. Die Bundesstaaten Virginia und Maryland haben die Nationalgarde zum Schutz des Kongresses nach Washington entsandt.

 

Alle Zeitangaben in MEZ:

22.12 Uhr – Auch der Bundesstaat Maryland entsendet die Nationalgarde und Landespolizei nach Washington, wie der Gouverneur bekanntgibt.

22.11. Uhr – Der Sender CNN berichtet von mehreren Polizisten, die am Kapitol verletzt worden seien. Mindestens einer von ihnen sei ins Krankenhaus eingeliefert worden.

22.09 Uhr – Die Parteizentrale der Demokraten ist der “New York Times” zufolge evakuiert worden.

22.05 Uhr – An der Parteizentrale der Republikaner ist einem Journalisten der “New York Times” zufolge ein Sprengsatz gefunden und kontrolliert gesprengt worden.

USA | Präsidentschaftswahl | Demonstranten im Capitol

Sicherheitskräfte der Kapitol-Polizei sichern mit gezückten Waffen das Gebäude

21.58 Uhr – US-Vizepräsident Mike Pence verurteilt die Geschehnisse in Washington: “Friedlicher Protest ist das Recht jedes Amerikaners, aber dieser Angriff auf unser Kapitol wird nicht toleriert werden und jene, die daran beteiligt sind, werden mit der ganzen Härte des Gesetzes zur Verantwortung gezogen”, schreibt Pence auf Twitter.

21.53 Uhr – Bundesaußenminister Heiko Maas spricht auf Twitter von “unfassbaren Bildern”, über die sich die Feinde der Demokratie freuen werden. “Aus aufrührerischen Worten werden gewaltsame Taten – auf den Stufen des Reichstages, und jetzt im #Capitol”, schreibt Maas.

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21.42 Uhr – Der demokratische Abgeordnete Seth Moulton erklärt: “Dies ist Anarchie. Dies ist ein Putschversuch.”

21.38 Uhr – Der Abgeordnete Dan Kildee berichtet auf Twitter, die Sicherheitsleute des Repräsentantenhauses und die Polizei des Kapitols hätten ihre Waffen gezogen, während Demonstranten gegen die Eingangstür des Repräsentantenhauses schlugen. “Wir sind angewiesen worden, uns auf den Boden zu legen und unsere Gasmasken anzulegen.”

21.33 Uhr – Der Bundesstaat Virginia schickt Nationalgardisten und 200 Landespolizisten in die benachbarte Hauptstadt, wie Gouverneur Ralph Northam bekanntgibt.

21.27 Uhr – Dem Sender CNN zufolge ist einer Frau auf dem Gelände des Kapitols in den Brustkorb geschossen worden. Sie befinde sich in Lebensgefahr.

21.16 Uhr – Auch die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist an einen sicheren Ort gebracht worden.

21.08 Uhr – Der Minderheitenführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, nennt die gewalttätigen Proteste auf Fox News “unamerikanisch”. Sie müssten sofort aufhören. Seinen Angaben zufolge wurden vor zehn oder 15 Minuten Schüsse abgegeben.

USA Washington | Bestätigung des Wahlergebnis der US Präsidentenwahl: Demonstranten im Capitol

Die Polizei setzt auf den Gängen des Kongressgebäudes Tränengas gegen die Eindringlinge ein

21.04 Uhr – Die designierte Vize-Präsidentin Kamala Harris ist einem Mitarbeiter zufolge in Sicherheit gebracht worden. Der Ort werde geheim gehalten.

21.01 Uhr – Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und die Bürgermeisterin von Washington haben dem Sender MSNBC zufolge die Nationalgarde zu Hilfe gerufen. Ein Reporter der “Washington Post” berichtet auf Twitter, das Verteidigungsministerium habe die Bitte zunächst zurückgewiesen.

20.58 Uhr – Demonstranten haben Journalisten zufolge auch den Sitzungssaal des Senats erreicht. Auf einem Foto ist zu sehen, wie einer von ihnen im Stuhl des Senats-Präsidenten Platz nimmt.

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20.57 Uhr – Der Sitzungssaal des Repräsentantenhaus wird einem Reuters-Reporter zufolge evakuiert. Medienberichten zufolge werden auch weitere Teile des Kapitols geräumt.

20.51 Uhr – Einem Reuters-Reporter zufolge hämmern Personen an die Türen des Sitzungssaals des Repräsentantenhauses, um Einlass zu erhalten. Einige Abgeordnete befänden sich noch in dem Raum.

20.50 Uhr – Vor dem Sitzungssaal des Repräsentantenhauses findet einem Bericht von CNN zufolge eine Konfrontation mit Bewaffneten statt. Es seien Waffen gezogen worden.

Trump selbst appellierte an seine Gefolgsleute auf Twitter, friedlich zu bleiben.

Zuvor hatten sich Tausende Anhänger Trumps unter dem Motto “Rettet Amerika” versammelt, darunter auch Anhänger rechtsextremer Gruppen. Trump sagte in einer Rede vor seinen Unterstützern: “Wir werden niemals aufgeben. Wir werden niemals eine Niederlage eingestehen.” Zugleich wiederholte er den Vorwurf der Wahlfälschung – auch diesmal, ohne Belege zu nennen. Der scheidende Präsident forderte seine Anhänger auf, zum Kapitol zu ziehen.

Pence erklärte später, er wolle die Zertifizierung des Abstimmungsergebnisses nicht blockieren. Er missachtete damit eine entsprechende Aufforderung Trumps, der auf Twitter geschrieben hatte: “Mach es, Mike – diese Zeiten brauchen extremen Mut.” Zur Begründung sagte Pence, sein Eid auf die Verfassung gestatte ihm das nicht. Der Republikaner hat laut Gesetz bei der Zusammenkunft des Kongresses lediglich eine zeremonielle Rolle.

USA Washington | Bestätigung des Wahlergebnis der US Präsidentenwahl: Demonstranten im Capitol

Anhänger des Trump-Lagers haben sich gewaltsam Zutrititt zum Kongress verschafft

Einige Dutzend republikanische Mitglieder des Repräsentantenhauses und mehrere Senatoren hatten im Vorfeld angekündigt, das Wahlergebnis nicht bestätigen zu wollen. Einige von ihnen brachten eine Initiative ein, um die Anerkennung des Ergebnisses im Bundesstaat Arizona zu verhindern. Damit wurden eine Debatte und Abstimmungen in beiden Kongresskammern erzwungen. Dennoch gilt eine klare Mehrheit zugunsten des Wahlergebnisses als sicher.

USA | Präsidentschaftswahl | Donald Trump mit erhobener Faust vor US-Flaggen

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Wiederholt stereotype Anschuldigungen, ohne Beweise vorzulegen: Wahlverlierer Donald Trump

Biden hatte klar gegen Trump gewonnen und soll am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden. Mit 306 zu 232 Stimmen für Biden bestätigten die Wahlleute aus den Bundesstaaten dessen Sieg. Zahlreiche Klagen, die Trumps Lager gegen die Präsidentenwahl angestrengt hatte, wurden von US-Gerichten bis hin zum Supreme Court abgeschmettert.

USA | Präsidentschaftswahl | Trump-Anhänger vor dem Kapitol in Washington

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Trumps Lager kann die Zertifizierung des Wahlergebnisses im Kongress nur verzögern

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann sich Biden nach seinem Amtsantritt auf eine Mehrheit in beiden Kongresskammern stützen. Bei der entscheidenden Senats-Stichwahl im Bundesstaat Georgia dürften die demokratischen Kandidaten nach ersten Ergebnissen mit hauchdünnem Vorsprung eine Mehrheit errungen haben. Biden gratulierte Raphael Warnock und Jon Ossoff bereits zu ihrem Erfolg. Bis zu einem endgültigen Ergebnis könnten aufgrund der hohen Zahl an Briefwahlzetteln allerdings noch Tage vergehen.

jj/uh (dpa, afp, rtr, ap)




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