Lockdown für Ungeimpfte in Österreich | Aktuell Europa | DW

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In den am stärksten von COVID-19 betroffenen Bundesländern Oberösterreich und Salzburg gilt von Montag an ein Lockdown für Ungeimpfte und Nicht-Genesene. Sie dürfen dann nur noch ihr Zuhause verlassen, um ihre täglichen Bedürfnisse zu decken, zur Arbeit zu gehen oder wenn sie Hilfe benötigen, wie Oberösterreichs Regierungschef Thomas Stelzer erläuterte. Die Nachtgastronomie müsse schließen. Veranstaltungen werden bis auf den Spitzensport und Kultur abgesagt. Die Adventsmärkte sollen ohne Konsumation stattfinden.

Österreich | Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) kündigt eine Impfpflicht im Gesundheitswesen an

In Oberösterreich liegt die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, bei 1.193, in Salzburg bei 1.142. Bundesweit meldeten die österreichischen Behörden an diesem Freitag 11.798 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im landesweiten Durchschnitt bei 760,6. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Inzidenz bei 264.

Angesichts dieser Entwicklung will die Regierung in Wien am Sonntag grünes Licht für einen landesweiten Lockdown für Nicht-Immunisierte geben, wie Kanzler Alexander Schallenberg ankündigte. Es sei nicht mehr vernünftig, noch abzuwarten, sagte der konservative Politiker vor Journalisten in Innsbruck. Davor werde es am Wochenende eine virtuelle Konferenz mit den Landeshauptleuten und eine Sitzung des Hauptausschusses des Parlaments geben. Er wolle jedenfalls eine „bundeseinheitliche“ Lösung. Es sei den Corona-Geimpften nicht zuzumuten, in einen weiteren Lockdown für alle zu gehen, ergänzte Schallenberg.

Impfbus in Wien

Seit Montag gilt 2G im Freizeitbereich – seither wollen sich wieder mehr Menschen impfen lassen, hier ein Impfbus in Wien

Außerdem hat die Regierung eine Impfpflicht im Gesundheitswesen beschlossen. Das teilte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein nach Beratungen mit den Bundesländern mit – ohne konkreter zu werden.

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Erst am Montag hatte Österreichs Regierung eine 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt: Nur noch Geimpfte und von COVID-19 Genesene haben Zutritt. Außerdem ist seit Anfang November eine 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft, wonach Ungeimpfte regelmäßige negative Tests vorweisen müssen.

Diese zwei Maßnahmen haben in den vergangenen Tagen zu einem starken Anstieg der Zahl der Erst- und Auffrischungsimpfungen geführt. Doch die Infektionszahlen steigen weiter rasant.

Deutschland stuft Österreich als Hochrisikogebiet ein

Die deutsche Regierung stuft deshalb Österreich von Sonntag an wieder als Corona-Hochrisikogebiet ein. Dies bedeutet, dass Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, bei einer Einreise nach Deutschland in Quarantäne müssen. Ein Freitesten ist frühestens nach fünf Tagen möglich.

Auch das benachbarte Tschechien und Ungarn gelten wieder als Corona-Hochrisikogebiete. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt.

Als Hochrisikogebiete gelten Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. 

se/hf (orf, dpa, afp, rtr, AA, rki)




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