Malis Oppositionsführer Soumaila Cissé ist tot | Aktuell Afrika | DW

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Der malische Oppositionsführer Soumaila Cissé ist im Alter von 71 Jahren in Paris gestorben. Das teilte die Partei Union für die Republik und die Demokratie (URD) mit, deren Vorsitzender Cissé war. Nach Angaben eines Sohnes war er an COVID-19 erkrankt.

Während seiner Kampagne für die Parlamentswahl hatten Islamisten den früheren Finanzminister im März entführt. Nach mehrmonatiger Geiselhaft an unterschiedlichen Orten kam er im Oktober wieder frei.

Niederlage in der zweiten Runde

Cissé hatte sich wiederholt für das Präsidentenamt beworben – zuletzt 2018 -, verlor aber jeweils in der Stichwahl. Lange Zeit galt er als stärkster Gegner des Staatschefs Ibrahim Boubacar Keita, der im August vom Militär gestürzt wurde.

Mali Bamako | Soumaila Cisse im Gespräch mit Pressevertretern

Der Oppositionsführer vor der Presse – einen Tag nach seiner Freilassung im Oktober

Der ausgebildete Ingenieur und IT-Spezialist hatte im Senegal und in Frankreich studiert. Dort war er für verschiedene Großunternehmen wie IBM tätig, ehe er in sein Heimatland zurückkehrte.

In Mali sind – wie in anderen Ländern der Sahelzone – etliche Terrorgruppen aktiv. Einige von ihnen haben dem “Islamischen Staat” (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In dem westafrikanischen Land laufen ein EU-Einsatz zur Ausbildung der Streitkräfte und eine UN-Militärmission. Auch deutsche Soldaten sind hieran beteiligt. Gleichwohl ist die Lage weiterhin instabil.

jj/wa (dpa, afp, ap)




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