Maria Ressa und Dmitri Muratow erhalten Friedensnobelpreis | Aktuell Welt | DW

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Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland. Damit wird ihr Einsatz für die Meinungsfreiheit gewürdigt, wie das norwegische Nobelkomitee bekanntgab. Meinungsfreiheit sei die Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen in Oslo.

Der Friedensnobelpreis, der mit zehn Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet rund 980.000 Euro) dotiert ist, gilt als prestigeträchtigste politische Auszeichnung überhaupt. Im vergangenen Jahr ging er an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das damit unter anderem für seinen Kampf gegen den Hunger in der Welt geehrt wurde.

Die Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur waren bereits im Verlauf der Woche bekanntgegeben worden. Unter ihnen sind auch zwei Deutsche: der Meteorologe Klaus Hasselmann und der Chemiker Benjamin List. Der letzte Deutsche, dem der Friedensnobelpreis zuerkannt wurde, war Bundeskanzler Willy Brandt. Er erhielt die Auszeichnung 1971 für seine Ostpolitik, die zur Entspannung im Kalten Krieg zwischen der Sowjetunion und dem Westen beigetragen hatte.

50 Jahre lang geheim

Der Friedensnobelpreis wird als einziger der Nobelpreise nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet. Darüber, wer ihn bekommt, entscheidet auch keine schwedische Institution, sondern ein vom norwegischen Parlament gewähltes fünfköpfiges Komitee. Er soll denjenigen ehren, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ hat.

In diesem Jahr waren 329 Kandidaten – 234 Persönlichkeiten und 95 Organisationen – nominiert. Die Namen der Nominierten werden 50 Jahre lang geheim gehalten.

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Die Nobelpreise gehen auf eine testamentarisch verfügte Stiftung des schwedischen Industriellen Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Sie werden traditionell an seinem Todestag, dem 10. Dezember, überreicht. Seit 1969 wird zusätzlich ein Preis für Ökonomie verliehen, der jedoch nicht in Nobels Testament vorgesehen war. Er wurde von der Schwedischen Nationalbank gestiftet. Der diesjährige Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften wird am Montag benannt.

jj/AR (dpa, afp)




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