Mars-Hubschrauber soll länger kreisen | Aktuell Welt | DW

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“Nach dieser (zweiten) 30-Tage-Periode werden wir uns anschauen, wo wir stehen”, sagte Lori Glaze, die als Managerin bei der US-Raumfahrtbehörde NASA arbeitet. Sie fügte hinzu: “Es gibt die Möglichkeit, darüber hinaus zu gehen.”

Bei der Premiere lief alles glatt

In der vergangenen Woche war “Ingenuity” (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) zum ersten Mal abgehoben – und hatte damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Danach war der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene und rund 1,8 Kilogramm schwere Helikopter noch zwei weitere Male geflogen – weiter und schneller als zuvor. Ein vierter Startversuch war am Donnerstag zunächst misslungen, wurde aber am Freitag erfolgreich wiederholt, wie die NASA mitteilte.

Mars-Mission der NASA | Perseverance

Auf dem Mars ist die Atmosphäre sehr dünn

Der Hubschrauber muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Nachts fallen die Temperaturen auf bis zu minus 90 Grad Celsius, was für Batterien und Elektronik eine Herausforderung ist. “Ingenuity” hält sich dann mit einem solarbetriebenen Heizgerät warm, doch ist unsicher, “wieviele Zyklen von Gefrieren und Auftauen er durchhält, bevor etwas kaputt geht”, sagte NASA-Chefingenieur Bob Balaram.

Das schaffen andere Helikopter nicht

Wegen der dünnen Atmosphäre, die nur etwa ein Prozent so dicht ist wie die auf der Erde, müssen die Rotoren von “Ingenuity” außerdem mächtig aufdrehen. Sie müssen auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen – ein Vielfaches dessen, was Hubschrauber auf der Erde erreichen. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht “Ingenuity” aus seiner durch Sonnenstrahlen gespeisten Batterie.

Der Mini-Helikopter war an Bord des NASA-Rovers “Perseverance” (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) Ende Februar – nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern – mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Mars-See namens “Jezero Crater” aufgesetzt. Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. Er soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.

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haz/wa (dpa, afp, ap)




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