Mehr als 130 Zivilisten in Mali getötet | Aktuell Afrika | DW

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Bewaffnete Männer hätten am Wochenende in Diallassagou und zwei umliegenden Städten im Zentrum des Landes 132 Menschen getötet, teilte die Regierung in Mali mit. Sie machte die mit der Terrormiliz Al-Kaida verbündete islamistische Gruppierung Katiba Macina für die Taten verantwortlich.

Behörde berichtet von einem Massaker

Örtliche Behördenvertreter berichteten von einem regelrechten Massaker mit systematischen Tötungen dutzender Zivilisten. „Sie haben auch Hütten und Häuser niedergebrannt und Vieh gestohlen – es herrscht wirklich Anarchie“, sagte ein Behördenvertreter, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollte. 

Die UN-Friedensmission MINUSMA in Mali, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist, will nach dem Massaker die Aufklärung und die Ermittlung der Täter unterstützen. In einer Stellungnahme verurteilte ein MINUSMA-Sprecher die Attacken als „abscheulich“ und als schwere Verletzung des Völkerrechts. Ein Team der Mission in Mopti habe mit örtlichen Behörden die Tatorte besucht. Auch bei der Versorgung und Evakuierung Verletzter werde Hilfe geleistet.

Auch die Bundeswehr ist weiterhin in Mali an der UN-Friedensmission MINUSMA beteiligt. Die europäische Ausbildungsmission EUTM wird in Zukunft jedoch weitgehend gestoppt.

Mali Bundewehr UN-Einsatz

Bundeswehrsoldaten in Mali – der Bundestag hatte ihren Einsatz in dem westafrikanischen Land verlängert

Mali wird seit Jahren von dschihadistischer Gewalt heimgesucht. 2012 hatte im Land ein islamistischer Aufstand begonnen, der sich auch auf die Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger ausweitete. In dem Konflikt wurden bereits mehrere tausend Soldaten und Zivilisten getötet sowie zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Malis wird seit dem Putsch 2020 von einer Militärregierung geführt. Der schlecht ausgerüsteten Armee werden immer wieder Menschenrechtsverstöße vorgeworfen.

nob/rb (afp, rtr)




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