Mehr als 22.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland | Aktuell Deutschland | DW

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In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 22.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 22.675 neue Ansteckungsfälle registriert – rund 6800 mehr als am Mittwoch und 5000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz – sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an – stieg den Angaben zufolge bundesweit auf 113,3.

Das RKI meldete außerdem 228 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.713.180. Insgesamt 75.440 Infizierte starben.

Wieler: Lockdown hat zentrale Bedeutung

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, betonte erneut die zentrale Bedeutung des Lockdowns im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen. “Wir können diesen Anstieg nicht stoppen, es sei denn mit einem neuen Lockdown für das Land”, sagte Wieler in einer Online-Veranstaltung der deutschen Botschaft in Washington.

Lothar Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts

Lothar Wieler, der Präsident des Robert Koch-Instituts

Andere “Werkzeuge” zur Eindämmung der dritten Welle stünden derzeit nicht zur Verfügung. Das RKI gehe davon aus, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus immun sein müssten, um eine neue Welle zu stoppen. “Bis das erreicht ist, werden wir nicht sicher sein”, sagte Wieler.

Reinhardt: Dauerlockdown zermürbt die Menschen

Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt forderte hingegen, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vermehrt auch andere Möglichkeiten als den Lockdown in den Blick zu nehmen. “Der monatelange Jo-Jo-Dauerlockdown zermürbt die Menschen. Er darf nicht unsere einzige Antwort auf die dritte Corona-Welle sein”, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Es gibt vielversprechende Ansätze, die sogar in Teilen Schritte zur Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität ermöglichen.”

Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer

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Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer

Städte wie Tübingen oder Rostock zeigten, wie es gehe, sagte Reinhardt weiter. “Sie kombinieren kostenlose Schnelltests mit lokalen Lockerungen.” In Bezug auf den damit verbundenen breiten Einsatz von Schnelltests sagte er: “Zusammen mit einer schnellen Durchimpfung der Bevölkerung – und dafür brauchen wir dringend mehr Impfstoff sowie eine effektivere digitale Kontaktnachverfolgung – wäre das eine echte Alternative zum Hin und Her der vergangenen Monate.”

sti/se (afp, dpa, rtr)

 




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