Mehr als 50 Migranten vor den Kanaren ertrunken | Aktuell Afrika | DW

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Die spanische Küstenwache barg eine Frau und die Leichen zweier Flüchtlinge rund 200 Kilometer vor der Küste aus einem umgekippten Schlauchboot. Anzeichen für weitere Überlebende gebe es nicht, hieß es. Die 30-Jährige sei von einem Frachtschiff entdeckt worden. Sie befand sich den Angaben zufolge in einem “schlechten Zustand”. Bei sehr schlechten Wetterbedingungen sei die Frau mit einem Hubschrauber aus dem Wasser geholt und in ein Krankenhaus in Las Palmas auf Gran Canaria gebracht worden.

Spanische Hilfsorganisationen berichteten später, 52 Menschen seien ums Leben gekommen. Unter den Toten seien 16 Frauen und ein zweijähriges Kind. 

Hohe Dunkelziffer bei den Todesopfern

In diesem Jahr haben bisher mehr als 7500 Migranten die gefährliche Überfahrt von der westafrikanischen Küste zu der Afrika vorgelagerten spanischen Inselgruppe unternommen – für die Menschen das erste Etappenziel auf dem Weg nach Europa. Das sind mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem sich die Zahl gegenüber 2019 bereits verachtfacht hatte. Die Entwicklung wird vor allem auf verstärkte Kontrollen auf den Fluchtrouten im Mittelmeer zurückgeführt.

Die Überfahrt von Marokko ist allerdings extrem gefährlich: Starke Strömungen treiben die meist nur mit Außenbordmotoren ausgestatteten, hochseeuntauglichen Boote oftmals ab. Werden die Kanarischen Inseln verfehlt und die Boote geraten in den offenen Atlantik, haben die Menschen nur geringe Überlebenschancen. Viele der Migranten, die dabei umkommen, werden nie gefunden.

qu/mak (rtr, afp)




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