Merkel: Deutschland stehen schwere Monate bevor | Aktuell Deutschland | DW

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“Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor”, warnte Angela Merkel laut “Bild”-Zeitung in der Schaltkonferenz am Sonntagabend. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und rechne damit, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich seien, heißt es in dem Bericht.

“So kann es nicht weitergehen”

Auch über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz am Freitag (30.10.20) zeigte sich Merkel laut “Bild” besorgt. Sie habe “kein so gutes Gefühl”, sagte die Kanzlerin demnach. “So kann es nicht weitergehen.” Merkel betonte, dass das Virus mit “einfachen Mitteln” in den Griff zu kriegen sei. Von einem Lockdown sprach die CDU-Politikerin allerdings nicht ausdrücklich nicht.

Merkel warnte jedoch indirekt davor, dass es die Gesundheitsversorgung in einigen Regionen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen könnte: “Ich glaube nicht, dass jemand in Mecklenburg-Vorpommern, wo es dann noch Kapazitäten gibt, ins Krankenhaus eingeliefert werden möchten, weil es woanders schon voll ist.”

Robert Koch-Institut meldet rund 8700 Neuinfektionen

Am Samstag war in Deutschland mit 14.714 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ein neuer Höchstwert seit Beginn der COVID-19-Pandemie erreicht worden. Am Montag meldete das Robert Koch-Instituts 8.685 Neuinfektionen nach 11.176 am Sonntag.

Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen allerdings niedriger als an anderen Tagen, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Ein anderer Vergleich ist aussagekräftiger: Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 4325 gelegen.

An diesem Montag berät Merkel erneut mit den zuständigen Bundesministern im Corona-Kabinett. Schon vor der Schaltkonferenz mit den CDU-Fraktionsvorsitzenden hatte die Kanzlerin am Wochenende erneut an die Bevölkerung appelliert, Kontakt zu reduzieren und auf Reisen zu verzichten.

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CDU-Parteitag vor Verschiebung

Unterdessen deutet sich an, dass die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise auch Auswirkungen auf die CDU haben könnte. Die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer schlug angesichts der steigenden Infektionszahlen eine Verschiebung des für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitags zur Wahl des neuen Vorsitzenden vor. Eine Entscheidung muss der Bundesvorstand treffen, der an diesem Montagvormittag tagt.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der neben Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen kandidiert, hat eine Verschiebung ins nächste Jahr gefordert. Merz will noch in diesem Jahr die Führungsfrage klären, notfalls in einem digitalen Format oder per Briefwahl.

ww/AL (dpa, Bild-Zeitung)




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