Merkel und Laschet warnen vor Instabilität | Aktuell Deutschland | DW

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Bei der Bundestagswahl am Sonntag gehe es darum, „dass Deutschland stabil bleibt“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Kundgebung in Aachen, der Heimatstadt von Unionskanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet. Es gehe darum, „dass die Jugend eine Zukunft hat und wir trotzdem in Wohlstand leben können“. Merkels Fazit: „Es ist nicht egal, wer Deutschland regiert.“

Insbesondere lobte die Kanzlerin Laschets Führungsstil und dessen proeuropäische Haltung. Er habe als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalen erfolgreich geführt. Wo immer er „steht und geht“, habe er auch über das Einigungswerk der Europäischen Union gesprochen. Laschets Handeln sei geprägt davon, „Brücken zu bauen und die Menschen mitzunehmen“.

Union unter Druck

Laschet prophezeite, „wenn es eine Mehrheit gäbe für Rot-Rot-Grün (SPD, Die Linke, B’90/Grüne), werden sie es machen“. Die Linke wolle raus aus der NATO und „eine andere Republik“. Zugleich bekräftigte der 60 Jahre alte Christdemokrat, dass die Union nicht mit der rechtspopulistischen AfD reden oder kooperieren werde. „Die müssen verschwinden aus den Parlamenten überall in Deutschland, weil sie Ressentiments schüren, weil sie Menschen gegeneinander aufbringen.“

Laschet und die Unionsparteien CDU und CSU stehen vor der Wahl unter immensem Druck. Merkel tritt nach 16 Amtsjahren nicht mehr an. In Umfragen konnte die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz bis zuletzt ihre Führung halten, teilweise aber nur sehr knapp. Die Grünen mit ihrer Spitzenkandidatin Annalena Baerbock dürften Platz drei belegen – mit deutlichem Abstand zu SPD und CDU/CSU.

„Kaputt und ideenleer“

Scholz ist an diesem Samstag vor allem noch in seinem Wahlkreis in Potsdam unterwegs. Angesprochen darauf, dass die Union in Umfragen zuletzt ein wenig Boden gut gemacht hatte, sagte der 63-jährige Sozialdemokrat: „Es gibt viele, viele Umfragen gegenwärtig und alle zeigen, dass die SPD (…) vorne liegt und dass das Momentum für die SPD ungebrochen ist.“ Er habe das große Vertrauen, dass die Bürgerinnen und Bürger „mir einen Auftrag geben, die nächste Regierung zu bilden“.

Deutschland I Wahlkampfabschluss SPD - Scholz in Potsdam

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Wahlkampf-Schlussspurt im eigenen Wahlkreis – Olaf Scholz in Potsdam

„Die Union ist nach 16 Jahren Merkel kaputt und ideenleer“, ergänzte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Sie müsse auf die Oppositionsbank. Die Union habe keine Idee für die Zukunft des Landes und dazu noch einen Kanzlerkandidaten, „den Partei und die Wählerinnen und Wähler nicht wollen“, meinte Klingbeil. Deshalb habe der komplette Wahlkampf von CDU und CSU „auf Angstmacherei und Attacken gegen die SPD“ basiert.

wa/kle (dpa, afp, rtr)




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