Mexiko: Anklage nach U-Bahn-Unglück | Aktuell Amerika | DW

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Rund fünf Monate nach einem verheerenden U-Bahn-Unglück in Mexiko will die Generalstaatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes, Körperverletzung und Sachbeschädigung erheben. Dabei werde man „gegen eine Reihe von Unternehmen und Menschen“ in Zusammenhang mit dem durch Baufehler verursachten Unglück vorgehen, erklärte Staatsanwältin Ernestina Godoy.

Etwa 30 Menschen sitzen in Mexico auf der Straße auf Plastikstühlen und telefonieren oder gucken in ihre Handys und unterhalten sich.

Es könnte Jahre dauern, bis die Angehörigen der Opfer Gerechtigkeit erfahren

Sie fügte hinzu, dass einige Unternehmen, die am Bau der U-Bahn-Linie beteiligt waren, von Beginn an Bereitschaft gezeigt hätten, Wiedergutmachung an die Angehörigen zu leisten und für den Wiederaufbau der Strecke zu zahlen.

Mangelhafte Balken und Bolzen verursachten den Einsturz

Der Einsturz der U-Bahn-Brücke war nach Ansicht von Ermittlern durch mangelhafte Balken und Bolzen verursacht worden. Die Experten fanden bei ihren Untersuchungen nach eigenen Angaben Verformungen in den Balken des eingestürzten U-Bahn-Abschnitts.

Schlecht geschweißte, fehlende und falsch montierte Bolzen hätten Teile der Konstruktion destabilisiert. Dies habe zu Rissen geführt, die die Standfestigkeit der Brücke weiter verringert hätten.

Am 3. Mai war im verarmten Stadtbezirk Tláhuac der mexikanischen Hauptstadt eine zwölf Meter hohe U-Bahn-Brücke der Linie 12 eingestürzt, als gerade eine U-Bahn darüber fuhr. 26 Menschen kamen ums Leben und etwa 80 weitere wurden verletzt. Nach dem Unglück gab es wütende Proteste in Mexiko-Stadt.

ies/pg (afp, efe)




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