Milliarden für den Jemen-Krieg umgeleitet | Aktuell Nahost | DW

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Ein Expertengremium der Vereinten Nationen schätzt, “dass die Huthis 2019 mindestens 1,8 Milliarden US-Dollar umgeleitet haben, die ursprünglich dazu bestimmt waren, die Kassen der Regierung des Jemens zu füllen”. So die Formulierung in einem Bericht des Gremiums über das bitterarme Bürgerkriegsland. Das für den UN-Sicherheitsrat bestimmte Dokument liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Weiter heißt es darin, dass von den 1,8 Milliarden Dollar eigentlich Gehälter und die Grundversorgung der Bürger hätten bezahlt werden sollen. Zudem erschwerten “Korruption und Geldwäsche” der offiziellen Regierung des Jemens “den Zugang der Jemeniten zu angemessenen Nahrungsmitteln”.

UN befürchten Schlimmes

Vertreter der Vereinten Nationen hatten zuletzt mehrfach davor gewarnt, dass der Jemen kurz vor einer Hungersnot stehe. Durch diese könnten Hunderttausende Menschen sterben, hieß es. Erschwert wurde die Situation durch eine Entscheidung der inzwischen aus dem Amt geschiedenen US-Regierung, die Huthis auf ihre Terrorliste zu setzen.

Wichtige Hilfsprojekte und der Import von Hilfsgütern könnten verzögert oder ganz gestoppt werden, weil internationale Organisationen juristische Konsequenzen oder Sanktionen der Vereinigten Staaten befürchten müssen. Bisher hat die neue Administration in Washington die Maßnahme nicht zurückgenommen.

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Im Jemen kämpft ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis an Seite der Regierung gegen die Huthis, die ihrerseits vom Iran unterstützt werden. 70 bis 80 Prozent der Bürger leben in Gebieten, die von den Rebellen kontrolliert werden. Im Norden und Westen beherrschen die Huthis so gut wie alle Bereiche des täglichen Lebens.

wa/AR (dpa, rtr)




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