Minneapolis: Afroamerikaner bei Polizeikontrolle getötet | Aktuell Amerika | DW

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Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der Kleinstadt Brooklyn Center am Nordrand von Minneapolis. Nach Angaben der Polizei hatten Beamte einen Fahrer wegen eines Verkehrsvergehens gestoppt. Bei der Kontrolle hätten sie festgestellt, dass gegen diesen ein Haftbefehl vorlag. Als die Polizisten ihn festnehmen wollten, sei der Mann wieder ins Auto gestiegen. Einer der Polizisten habe daraufhin auf ihn geschossen und ihn getroffen. Der Mann sei noch mehrere Blocks weitergefahren, bevor das Auto mit einem anderen Wagen zusammenstieß. Dort sei der Mann verstorben, eine Mitfahrerin wurde verletzt.

Bei dem Getöteten handelt es sich um Daunte Wright, einem 20-jährigen Afroamerikaner, wie Tim Walz – Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota – inzwischen bestätigte. Walz sagte in einer Erklärung, der Vorfall werde untersucht. Der Bundesstaat trauere um einen weiteren Schwarzen, der bei einer Strafverfolgung getötet wurde. 

Friedliche Proteste und Plünderungen

Hunderte Demonstranten umringten Medienberichten zufolge später ein Polizeirevier. Es kam zu Zusammenstößen mit den Uniformierten, die Tränengas und Leuchtspurmunition abschossen. Die örtliche Polizei habe Verstärkung von der Nationalgarde von Minnesota erhalten, die derzeit wegen zum Schutz des Prozesses zur Tötung von George Floyd in der Stadt ist.

Nach Angaben des Minnesota Department of Public Safety kam es zu Plünderungen. So wurden 20 Geschäfte eines Einkaufszentrums während der Proteste aufgebrochen. Der Bürgermeister der 30.000 Einwohner-Stadt verhängte eine Ausgangssperre bis in die frühen Morgenstunden.

USA Minneapolis Proteste nachdem die Polizei einen Schwarzen erschossen hat

Polizisten setzen Tränengas ein, um die Proteste unter Kontrolle zu bekommen

Der Tatort ist ein Außenbezirk der Stadt Minneapolis. Er ist nur rund 16 Kilometer entfernt von der Stelle, wo im Mai 2020 der Schwarze George Floyd starb, nachdem sich ein Polizist minutenlang auf dessen Hals gekniet hatte. Dies hatte landesweit zu Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus geführt und der “Black lives matter”-Bewegung Auftrieb gegeben. Gegen den damaligen Polizisten Derek Chauvin hatte erst vor wenigen Tagen unter starken Sicherheitsvorkehrungen der Gerichtsprozess in Minneapolis begonnen. Ihm werden Mord und Totschlag vorgeworfen.

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bri/ehl (afp, rtr, ape)




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