Mit Großrazzia und Verbot gegen Berliner Salafisten-Verein | Aktuell Deutschland | DW

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Der Berliner Senat und die Polizei sind mit einer Großrazzia gegen eine radikal-islamistische Vereinigung in der Hauptstadt vorgegangen. Die Senatsinnenverwaltung teilte mit, die “Jihad-salafistische Vereinigung Jama’atu Berlin alias Tauhid Berlin” sei verboten worden. Ihr werde vorgeworfen, die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) zu verherrlichen, die Tötung Andersgläubiger zu befürworten und stark antisemitisch ausgerichtet zu sein. Der Vereinigung würden etwa 20 Mitglieder zugerechnet.

Bislang keine Festnahmen

Die Polizei in Berlin und Brandenburg durchsuchte zahlreiche Wohnungen, mehr als 800 Beamte waren im Einsatz. Derlei Aktionen gab es unter anderem im Märkischen Viertel in Reinickendorf, in Moabit und in Neukölln. Beteiligt waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK) und die Bundespolizei. Über Festnahmen wurde bisher nichts bekannt.

Polizisten in Aktion im Stadtteil Moabit

Polizisten in Aktion im Stadtteil Moabit

Jama’atu Berlin betrieb nach ersten Informationen keine eigene Moschee, die Mitglieder trafen sich wohl in privaten Räumen. Von dem Trend, dass sich radikale Salafisten zunehmend nicht mehr in Moscheen, sondern in Privatwohnungen treffen würden, hatte der Berliner Verfassungsschutz bereits vor einiger Zeit berichtet.

Verbindung zu Anis Amri

Ergänzend berichtete der “Tagesspiegel”, die Mitglieder der kleinen Gruppe würden sich aus der bereits früher geschlossenen Fussilet-Moschee kennen. Dort verkehrte auch Anis Amri, der 2016 das Attentat auf dem Berliner Breitscheidplatz verübte.

sti/gri (afp, dpa, epd)




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