Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Äthiopien getötet | Aktuell Afrika | DW

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Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) teilte mit, bereits am Donnerstagnachmittag habe man den Kontakt zu den drei Mitarbeitern verloren. Tags darauf seien dann das leere Fahrzeug und ein paar Meter weiter die leblosen Körper der Mitarbeiter gefunden worden.

Bei den Opfern handle es sich um die 35-jährige Notfallkoordinatorin Maria Hernández aus Madrid, ihren 31 Jahre alten Hilfskoordinator aus Äthiopien sowie den äthiopischen Fahrer. Die näheren Umstände ihres Todes seien noch unklar, hieß es.

Äthiopien Tigray Notfallkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen (MSF) Maria Hernandez

Die Notfallkoordinatorin Maria Hernández und zwei weitere Helfer von Ärzte ohne Grenzen wurden getötet.

“Wollen wissen, was passiert ist”

Das äthiopische Militär berief sich in einer Erklärung auf erste Informationen, wonach Rebellen der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) die drei verschleppt und getötet hätten. Aus Sicherheitsgründen bestehe die Armee daher auch darauf, Vertreter von Medien und Hilfsorganisationen zu eskortieren.

In der Mitteilung von Ärzte ohne Grenzen heißt weiter, man verurteile die Tat auf das Schärfste und werde unnachgiebig versuchen, herauszufinden, was geschehen sei. Es gebe keine Worte, um “Schmerz, Schock und Wut über diesen schrecklichen Angriff” auszudrücken oder das Leid der Familien und Freunde der Opfer zu lindern.

USA: Äthiopische Regierung verantwortlich für Sicherheit von Helfern

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Familien der Getöteten auf Twitter sein Beileid aus. Das US-Außenministerium forderte eine unabhängige Untersuchung der Morde und sagte, die äthiopische Regierung trage letztlich die volle Verantwortung für die Gewährleistung der Sicherheit der humanitären Helfer.

Insgesamt sind bereits mindestens zwölf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen seit dem Ausbruch der Kämpfe zwischen dem äthiopischen Militär und den Kräften der TPLF-Rebellen getötet worden.

Äthiopien Tigray Konflikt Flüchtlinge

Die Kämpfe in der Region haben viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen.

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Region Tigray ist seit längerem umkämpft

Eine unabhängige Überprüfung der Informationen aus der umkämpften Region gilt als schwierig. Die Regierung in Addis Abeba hatte im November eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray begonnen, die bis dahin in der gleichnamigen Region im Norden Äthiopiens an der Macht war. Hintergrund sind jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung.

Inzwischen sind weitere Akteure beteiligt, darunter eritreische Truppen und Milizen. Hunderttausende Menschen in Tigray sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, allerdings hatten Hilfsorganisationen wegen der Sicherheitslage und bürokratischer Hürden lange keinen vollen Zugang zu allen Notleidenden.

bru/jj (dpa, rtr)




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