Mordi und Natalie und Erdogans Haus | Aktuell Europa | DW

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Die Israelis waren verhaftet worden, weil sie in Istanbul ein Privathaus des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografiert haben sollen. Zusammen mit einem Türken drohte Mordi und Natalie Oknin eine Anklage wegen Spionage. Nach israelischen Medienberichten hatte die Frau ihrer Familie zuhause in Israel ein Foto des Gebäudes mit den Worten geschickt: „So ein schönes Haus.“

Der Funk- und Fernsehturm im Istanbuler Stadtteil Camlica

Der brandneue Camlica-Fernsehturm ist das höchste Gebäude in Istanbul

Wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, hatte die beiden Erdogans Haus aus dem Fenster des neu eröffneten Camlica-Turms – dem höchsten Gebäude Istanbuls – fotografiert. Ein Gericht klagte sie wegen „politischer und militärischer Spionage“ an. Das das Ehepaar war nach israelischer Darstellung in der Türkei, um einen Geburtstag zu feiern. Beide seien Busfahrer. In der Türkei ist es grundsätzlich verboten, in militärischen Zonen und sonstigen Sicherheitszonen ohne Genehmigung Fotos zu machen.

„Hoffen wir, dass sich die Beziehungen erwärmen werden“

Israels Regierungschef Naftali Bennett und Außenminister Jair Lapid verkündeten in einer gemeinsamen Stellungnahme nun die Freilassung des Ehepaars: „Nach gemeinsamen Bemühungen der Türkei sind Mordi und Natalie Oknin aus dem Gefängnis entlassen worden und befinden sich auf dem Heimweg nach Israel.“ Videos zeigen, wie die beiden nach der Ankunft in Israel von erleichterten Angehörigen in den Arm genommen wurden.

Natali und Mordi Oknin sprechen nach ihrer Rückkehr mit Journalisten

Natalie und Mordi Oknin sprechen nach ihrer Rückkehr mit Journalisten

Matan Kahana, ein israelisches Kabinettsmitglied, sagte, die türkischen Behörden hätten erkannt, dass die Oknins unschuldige Zivilisten seien. „Hoffen wir, dass sich die Beziehungen zur Türkei erwärmen werden. Ich bin zuversichtlich, dass nach Tagen so intensiver Kontakte Verbindungen entstanden sind, die uns in Zukunft natürlich von Nutzen sein werden“, sagte Kahana.

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Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sind angespannt. 2018 hatten die Länder nach dem Tod palästinensischer Demonstranten im Gazastreifen die jeweiligen Botschafter abgezogen.

rb/fab (AFP, dpa, Reuters)




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