Moskau weist slowakische Diplomaten aus | Aktuell Europa | DW

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Als Antwort auf die Ausweisung eigener Diplomaten aus der Slowakei hat Russland drei Botschaftsmitarbeiter aus Moskau nach Bratislava zurückgeschickt. Als Ausgangspunkt des diplomatischen Streits wird die Ermordung eines Tschetschenen mit georgischer Staatsbürgerschaft in Berlin vor einem Jahr vermutet.

Der Botschafter der Slowakei sei am Montag einbestellt und über die Entscheidung informiert worden, teilte das russische Außenministerium mit. Das “haltlose” Vorgehen der Slowakei sei ein “unfreundlicher Schritt” im Rahmen der sonst konstruktiven Beziehungen gewesen. Die Regierung in Bratislava hatte vor gut zwei Wochen drei russische Mitarbeiter ausgewiesen.

“Inadäquat und unbegründet”

Der slowakische Außenminister Ivan Korcok sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Reaktion Moskaus sei “erwartet worden”, sie sei aber “inadäquat und unbegründet”. Während sich das Außenamt in Bratislava bei den Ursachen für den Streit zurückhaltend gibt, hatte der slowakische Regierungschef Igor Matovic vor drei Wochen auf Facebook geschrieben, es dürfe nicht ohne Folgen bleiben, “dass ein slowakisches Visum für einen Mord in Deutschland missbraucht worden” sei.

Nach Medienberichten war ein Komplize jenes Mannes, der in Deutschland später als mutmaßlicher Mörder des Georgiers angeklagt wurde, mit einem slowakischen EU-Visum nach Berlin gekommen. Dieses Visum sei ihm in Sankt Petersburg auf den gefälschten Namen Roman D. ausgestellt worden, heißt es. Das 40 Jahre alte Opfer lebte als Asylsuchender in Deutschland. Russland hatte den Mann, der im Berliner Tiergarten erschossen wurde, wegen Terrorverdachts zur Fahndung ausgeschrieben. Er soll im Zweiten Tschetschenienkrieg für die Separatisten – also gegen die Interessen Moskaus – gekämpft haben.

jj/AL (dpa, afp)

 

 




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