Myanmar: Militär schießt auf Sitzblockaden | Aktuell Welt | DW

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Menschen sollen sich rechtmäßig gegen das Militär verteidigen. Dazu werde die abgesetzte Zivilregierung neue Gesetze erlassen, sagte der geschäftsführende Chef der vom Militär abgesetzten Regierung Myanmars in einer Rede, die über das Social-Media-Netzwerk Facebook verbreitet wurde. 

Mahn Win Khaing Than, der sich wie die meisten führenden Mitglieder der ehemaligen Regierungspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) auf der Flucht befindet, sprach vom “dunkelste Moment in der Geschichte unserer Nation” und dem “Moment, in dem die Morgendämmerung naht”. Mahn Win Khaing Than war an die Stelle der nach dem Militärputsch verhafteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi getreten.

Myanmar Protest gegen Militär | Mahn Win Khaing Than Naypyitaw

Mahn Win Khaing Than Naypyitaw – Chef der abgesetzten Zivilregierung (Archiv)

Bis einschließlich Samstag seien bereits mehr als 80 Menschen bei den Protesten gegen den Militärputsch ums Leben gekommen, meldet die Hilfsorganisation für politische Gefangene (Assistence Association for Political Prisoners). Mehr als 2100 Personen seien verhaftet worden.

Tägliche Massendemonstrationen

Allein am Samstag wurden mindesten 13 Menschen bei Protesten getötet. In Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, eröffnete die Polizei das Feuer auf einen Sitzstreik, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichteten. Dabei seien fünf Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Myanmar Protest gegen Militär Mandalay

Demonstranten in Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes

Nationale Medien berichteten außerdem über weitere Tote in der Wirtschaftsmetropole Yangon (früher: Rangun) und in der Stadt Pyay, wo die Polizei ebenfalls geschossen haben soll.

Seit das Militär in Myanmar Anfang Februar die Macht an sich gerissen und die zivile Regierung abgesetzt hat, kommt es praktisch täglich zu Massendemonstrationen. Die Demonstranten fordern die Freilassung und Wiedereinsetzung der gestürzten De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

nob/ww (rtr, afp, dpa)




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