Myanmars Sicherheitskräfte gehen immer rigider gegen Demonstranten vor | Aktuell Asien | DW

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Trotz eines Versammlungsverbots gehen die Massenproteste in Myanmar den vierten Tag in Folge weiter. Am Dienstagmorgen demonstrierten in der früheren Hauptstadt Rangun – heute auch Yangon genannt – erneut Tausende Menschen. In der Hauptstadt Naypyidaw schossen Polizisten mit Gummigeschossen auf Demonstranten und setzten Wasserwerfer ein. “Sie gaben zwei Warnschüsse in den Himmel ab, dann feuerten sie mit Gummigeschossen,” berichtete ein Bewohner –  und fügte hinzu, dass er einige Verletzte gesehen habe.

An ihren Forderungen lassen die Putschgegner in Myanmar keinen Zweifel

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Immer mehr Zonen mit Demo-Verbot

Ähnlich reagierten die Sicherheitskräfte in Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes. Hier setzten sie auch Tränengas ein, um die Proteste zu unterdrücken. Bis zu 30 Kundgebungsteilnehmer wurden festgenommen, wie das Nachrichtenmagazin Frontier Myanmar berichtete.

Die Behörden hätten inzwischen die Zonen ausgeweitet, in denen Demonstrationen verboten seien, teilte die Informationsabteilung des Militärs per Facebook mit. Versammlungen von mehr als fünf Personen sind in Rangun und in Naypyidaw untersagt, ebenso in einigen Städten in der Region Magwe sowie in den Bundesstaaten Kachin, Kayah, Mon und Shan.

Bisher 170 Festnahmen

Insgesamt wurden nach Angaben der “Vereinigung zur Unterstützung politischer Gefangener” seit dem Militärputsch 170 Personen verhaftet. Nur 18 seien wieder freigelassen worden. Unter den Festgenommenen sind vor allem Angehörige der früheren Regierung der “Nationalen Liga für Demokratie” (NLD) sowie Aktivisten von Bürgerrechtsorganisationen.

Am Montag vergangener Woche hatten die Militärs die NLD-Regierung unter Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Als Grund nannten sie angeblichen Wahlbetrug bei den Parlamentswahlen im November. Suu Kyis Partei NLD hatte die Abstimmung klar gewonnen.

sti/ehl (afp, rtr, epd)

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