Nansen-Flüchtlingspreis geht in den Jemen | Aktuell Welt | DW

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Die rund 400 Mitarbeiter und Freiwilligen der 2017 gegründeten Organisation Dschihl Albena hätten im Jemen Zehntausenden von Binnenflüchtlingen und Bedürftigen geholfen, sie bauten Unterkünfte und Schulen, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, in Genf. Die Organisation unterstütze außerdem vertriebene Frauen dabei, sich selbst zu versorgen. Die Arbeit von Dschihl Albena sei ein Beispiel für Menschlichkeit, Mitgefühl und Hingabe.

Der Gründer der Hilfsorganisation, Amin Dschubran, wurde selbst durch Kämpfe vertrieben und beinahe getötet. Dschihl Albena hat ihren Sitz in der Hafenstadt Hudeida am Roten Meer. Die Übergabe des Preises erfolgt laut UNHCR am 4. Oktober in einer virtuellen Zeremonie. In dem bitterarmen Bürgerkriegsland irren den Angaben nach rund vier Millionen Menschen als Binnenflüchtlinge umher. Dennoch würden der Konflikt und das damit verbundene menschliche Leid oft ignoriert, heißt es in der Begründung des UNHCR für die Preisvergabe. Laut UN sind zwei Drittel der jemenitischen Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Jemenitische Hilfsorganisation gewinnt Nansen-Flüchtlingspreis 2021 von UNHCR

Der Gründer des Hilfswerks, Amin Dschubran, ist selbst Binnenflüchtling im Jemen

Mit dem „Nansen Refugee Award“ des UNHCR werden Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen geehrt, die sich in besonderer Weise für den Schutz von Flüchtlingen, Vertriebenen und Staatenlosen einsetzen. Der Preis ist benannt nach Fridtjof Nansen, dem ersten Flüchtlingshochkommissar des damaligen Völkerbundes. Der Norweger hatte das Amt von 1920 bis 1930 inne. Die 1945 gegründeten Vereinten Nationen sind die Nachfolgeorganisation des nach dem Ersten Weltkrieg geschaffenen Völkerbundes.

Seit der ersten Verleihung des Preises im Jahr 1954 gab es weltweit mehr als 60 Preisträger aus den verschiedensten Ländern. Die Preisträger erhalten 150.000 Dollar (etwa 128.000 Euro) für Projekte.

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qu/pg (epd, UNHCR)

 




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