NASA ehrt erste afro-amerikanische Ingenieurin | Aktuell Welt | DW

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Die 2005 verstorbene Ingenieurin hatte ab den frühen 1950er Jahren für die NASA gearbeitet. Sie gehörte zu einer kleinen Gruppe afro-amerikanischer Frauen, die für die NASA komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte – dafür öffentlich damals aber keinerlei Anerkennung erfuhr.

Der Berufsweg der ersten schwarzen Ingenieurin der NASA war verschlungen. Sie war in verschiedenen Feldern tätig, unter anderem als Mathematiklehrerin. 1951 fand sie dann in der “West Area Computing Unit” des Langley Memorial Aeronautical Laboratory eine Anstellung.

Dort war Dorothy Vaughan ihre Vorgesetzte. Beide wurden gemeinsam mit Katherine Johnson in jüngster Zeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt: Der Spielfilm “Hidden Figures”, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Margot Lee Shetterly, setzte den schwarzen Mitarbeiterinnen im “West Area Computing Unit” in Langley 2016 ein Denkmal.

Filmstills Hidden Figures - Janelle Monae als Mary Jackson (picture-alliance/ZUMAPRESS/Entertainment Pictures/Levantine Films)

Janelle Monae (rechts) spielte im Film “Hidden Figures” die Ingenieurin Mary Jackson

Alle drei mussten bei ihrem Arbeitgeber, dem “National Advisory Committee for Aeronautics” (Vorläufer-Institution der NASA), getrennt von ihren weißen Kolleginnen arbeiten, in einer separaten Kantine essen und weit entfernt gelegene Sanitärräume aufsuchen, da sie die Toiletten ihrer weißen Kolleginnen nicht benutzen durften.

Repressalien, aber auch Hilfe

Trotz all dieser Schikanen gab es auch Unterstützung: Nach zwei Jahren im Rechenzentrum bot ein Ingenieur Mary Jackson an, in seinem Windkanal-Projekt mitzuarbeiten. Er ermutigte sie zu Fortbildungen, um von der Rechnerin zur Ingenieurin aufzusteigen. Die Kurse fanden in der Hampton High School statt, wo ebenfalls Rassentrennung herrschte. Jackson brauchte eine Ausnahmegenehmigung der Stadt, um mit den Weißen das Klassenzimmer zu teilen.

Sie absolvierte die Kurse mit Bravour, wurde befördert und 1958 die erste schwarze Ingenieurin der NASA. In den nächsten zwei Jahrzehnten verfolgte sie eine erfolgreiche Ingenieurslaufbahn und war als Autorin an vielen Forschungsberichten beteiligt. Meist ging es um Probleme der Luftströmung an Flugzeugen.

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Engagement für die Jugend

In ihrer Heimatstadt Hampton engagierte sich Jackson für Jugendliche und half ihnen, einen eigenen Windkanal zum Experimentieren aufzubauen. “Wir müssen etwas tun, um sie für die Wissenschaft zu begeistern”, sagte sie. “Manchmal wissen sie gar nicht, wie viele schwarze Wissenschaftler es gibt und erfahren nichts über Karrieremöglichkeiten, bis es zu spät ist”.

Nach 34 Jahren am NASA Langley Research Center ging Mary Jackson 1985 in den Ruhestand. An die “Hidden Figures” Jackson, Dorothy Vaughan, Katherine Johnson und andere schwarze Wissenschaftlerinnen erinnert seit Juni 2019 ein Straßenname am NASA-Hauptquartier in Washington, DC.

Nun ist zum Straßennamen auch noch die Umbenennung der NASA-Zentrale gekommen – 15 Jahre nach dem Tod von Mary Jackson.

haz/ust (dpa, DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt), NASA)




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