Nicht ″alles vorbei″ in Tigray? | Aktuell Afrika | DW

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“Solange sich diese Invasoren auf unserem Boden befinden”, wolle er weiterkämpfen, sagte Debretsion Gebremichael, der Anführer der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), mit Blick auf Äthiopiens Streitkräfte. Zugleich warf er Ministerpräsident Abiy Ahmed vor, die internationale Gemeinschaft täuschen zu wollen, indem er so tue, als sei “alles vorbei”. Bereits am Wochenende seien die Kämpfe weitergegangen, an diesem Dienstag rechne er mit neuen Gefechten.

Abiy hatte am Samstag die Einnahme der Regionalhauptstadt Mekelle verkündet, damit sei der Konflikt “abgeschlossen”. Der TPLF-Anführer bezeichnete den Rückzug seiner Kämpfer aus Mekelle hingegen als taktischen Schritt, um zivile Opfer in der Großstadt zu verhindern.

Äthiopien Tigray-Provinz Mekelle

Liegt im Norden von Äthiopien: Mekelle

Die TPLF dominierte drei Jahrzehnte lang die äthiopische Politik, bevor der aktuelle Regierungschef Abiy 2018 an die Macht kam. Die Volksbefreiungsfront erkennt den 44-Jährigen nicht an. Anfang November entsandte Abiy, der 2019 für seinen Friedensschluss mit Eritrea den Nobelpreis erhielt, Streitkräfte nach Tigray.

Nach Schätzungen der International Crisis Group (ICG) wurden bei den Kämpfen schon Tausende Menschen getötet, Zehntausende flohen laut UN-Angaben in den benachbarten Sudan.

USA formulieren Appell

US-Außenminister Mike Pompeo forderte ein “vollständiges Ende der Kämpfe und einen konstruktiven Dialog zur Lösung der Krise”, wie sein Büro mitteilte. Die äthiopische Regierung müsse Zivilisten schützen und die Einhaltung der Menschenrechte für die Bevölkerung in Tigray sowie für alle ethnischen Gruppen gewährleisten.

wa/ml (afp, dpa)




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