Niederlande ziehen Corona-Notbremse | Aktuell Europa | DW

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„Das Virus ist überall, im ganzen Land, in allen Bereichen“, betonte Mark Rutte, der niederländische Regierungschef. „Der Druck auf das Gesundheitssystem ist zur Zeit extrem hoch.“

Zumindest in den kommenden drei Wochen gilt in dem Nachbarstaat Deutschlands deshalb ein Teil-Lockdown. „Diese Eingriffe sind einschneidend und werden alle treffen“, erklärte Rutte in Den Haag. So müssen Supermärkte, Restaurants und Bars ab diesem Samstag bereits um 20 Uhr schließen, Geschäfte für den nicht dringend nötigen Bedarf sogar schon um 18 Uhr.

Abstand

Auch wird in den Niederlanden die 1,5 Meter-Abstandsregel erneut eingeführt, die Bürger sollen nach Möglichkeit wieder von zu Hause arbeiten und daheim maximal vier Besucher täglich empfangen. Größere Veranstaltungen müssen abgesagt, Sportwettkämpfe wie Fußballspiele ohne Publikum ausgetragen werden. Mit dem Maßnahmenpaket sollen Kontakte verringert werden – und dadurch die Zahl der Neuinfektionen.

Die Schulen sollen jedoch geöffnet bleiben, auch soll es keine Ausgangsbeschränkungen geben. Ebenfalls nicht schließen müssen Kinos und Theater. Besucher müssen dort nur – wie bisher – nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Erwogen wird von der Regierung eine „3G“-Regel auch für Arbeitsplätze. In einigen Bereichen könnte bald auch „2G“ (geimpft oder genesen) gelten, heißt es.

Widerstand

Während Ruttes Pressekonferenz im Justizministerium versammelten sich Dutzende Menschen vor dem Gebäude, um gegen die Maßnahmen zu protestieren. Als sie Feuerwerkskörper zündeten und mit Steinen warfen, versuchte die Polizei, sie mit Wasserwerfern zu vertreiben. Augenzeugen berichteten von heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Den Haag.

Niederlande Corona Protest

Der Protest gegen den Teil-Lockdown entlud sich in Gewalt

Die Sieben-Tage-Inzidenz in den Niederlanden liegt – trotz eines hohen Impfgrades – derzeit deutlich über 500. Die Krankenhäuser warnen vor drohender Überlastung. Erst Ende September hatte das EU-Land die meisten seiner Corona-Regeln stark gelockert.

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wa/bru (afp, dpa)




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