Niger hat einen neuen Regierungschef | Aktuell Afrika | DW

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Der 69-jährige Mahamadou war 1991 zum Energieminister des Landes ernannt worden, später arbeitete er als Finanzminister. Diesen Posten musste er 2012 jedoch räumen. Hintergrund war ein Skandal im Zusammenhang mit der unregelmäßigen Vergabe von öffentlichen Aufträgen im Wert von umgerechnet mehr als 15 Millionen Euro) Trotz des Skandals wurde er anschließend Leiter der Internationalen Bank von Afrika (BIA-Niger), einer der größten des Landes. 2015 wurde er dann Stabschef des damaligen Präsidenten Mahamadou Issoufou.

Erstmals gelingt der demokratische Wechsel

Der 61-jährige Mohammed Bazoum war am Freitag als Präsident des Sahel-Staats vereidigt worden. Der frühere Außenminister – ein Verbündeter des bisherigen Staatschefs Issoufou – leistete in Gegenwart mehrerer westafrikanischer Staats- und Regierungschefs den Amtseid und vollzog so den ersten demokratischen Wechsel in der Geschichte des Landes.

Er war im Februar mit einem Stimmenanteil von rund 55 Prozent als Sieger aus der Wahl hervorgegangen. Noch Mitte der Woche hatte es in der Haupstadt Niamey einen Putschversuch gegeben. Dieser war nach kurzem Feuergefecht mit der Präsidentengarde gescheitert. Der Niger ist eines der wichtigsten Transitländer für afrikanische Migranten, die das Mittelmeer erreichen wollen. Im Niger und anderen Ländern der Region sind zudem etliche islamistische Terrorgruppen aktiv.

Präsident Bazoum will den Kampf gegen sie zu einer seiner Hauptaufgaben machen. Die islamistischen Terror-Gruppen hätten in ihrer Barbarei inzwischen jede zivilisatorische Grenze überschritten, sagte Bazoum bei seiner Amtseinführung.

haz/AR (afp, dpa, rtr)




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