Nordkorea testet potenziell atomwaffenfähige Raketen | Aktuell Asien | DW

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Die acht Kurzstreckenraketen wurden aus der Sunan-Region nahe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang ins Japanische Meer abgefeuert, wie der Generalstab im benachbarten Südkorea weiter mitteilte. Wie weit sie flogen, war zunächst unklar. Auch japanische Medien berichteten über die Raketentests.

Am Samstag hatten Südkorea und die USA ihr erstes großangelegtes gemeinsames Militärmanöver seit mehr als vier Jahren in den Gewässern vor der japanischen Insel Okinawa beendet. An der dreitägigen Übung waren nach Angaben aus Seoul auch der US-Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ und Zerstörer der südkoreanischen Marine beteiligt. „Die Übung hat die Entschlossenheit beider Länder gefestigt, entschieden auf jegliche nordkoreanische Provokation zu reagieren“, erklärte der südkoreanische Generalstab.

Kim Jong Un verfolgt am 25. April eine Militärparade in der Hauptstadt Pjöngjang

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un fühlt sich durch Seemanöver der USA und Südkorea provoziert

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat immer wieder gegen Manöver dieser Art protestiert und sie als Übung für einen Einmarsch in seinem Land kritisiert. Die USA und Südkorea wiederum sehen das Raketen- und Atomwaffenprogramm Pjöngjangs als Bedrohung. Die Streitkräfte des international isolierten Staates nahmen in diesem Jahr bereits 23 Raketentests vor. Zuletzt wurden am 25. Mai kurz nach dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Südkorea drei Raketen abgefeuert, darunter mutmaßlich eine Interkontinentalrakete. Die US-Regierung verhängte daraufhin neue Sanktionen gegen Nordkorea. Im UN-Sicherheitsrat scheiterten die USA mit ihrem Vorstoß für härtere internationale Strafmaßnahmen gegen Pjöngjang allerdings am Veto von China und Russland.

Die US-Regierung warnt bereits seit Wochen, Nordkorea könne bald erstmals seit 2017 wieder einen Atomwaffentest vornehmen. Das Land verfügt nach Expertenerkenntnissen über Atombomben und ballistische Raketen, hat es demnach aber bislang nicht geschafft, diese beiden Technologien zusammenzuführen.

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Die Führung in Pjöngjang gibt ihr Streben nach Atomwaffen nach südkoreanischen Angaben trotz des großen Corona-Ausbruchs in dem verarmten Land nicht auf. Es wird gar befürchtet, dass Machthaber Kim seine Pläne für einen neuen Atombombentest beschleunigen könnte, um die Bevölkerung von den schweren Folgen des COVID-19-Ausbruchs abzulenken.

se/kle (afp, rtr, dpa, ap)




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