Österreich: Mit Masken und Kontrollen gegen Omikron | Aktuell Europa | DW

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Mit neuen Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen reagiert die Politik in Österreich auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Künftig muss im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn kein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann, wie Bundeskanzler Karl Nehammer in Wien mitteilte. Das gilt beispielsweise für Fußgängerzonen und Warteschlangen.

Außerdem werden der Handel und die Gastronomie zu Kontrollen verpflichtet, damit die weitgehend geltende 2G-Regel – also Einlass nur für Geimpfte und Genesene – eingehalten wird. Der Kanzler drohte Betrieben, die sich nicht an die Vorschriften halten, mit Sanktionen.

Silvesterabend am Stephansplatz in Wien

Dies ist künftig nicht mehr erlaubt: ohne Maske und kein Abstand an Silvester am Stephansplatz in Wien

Zugleich werden die Quarantäne-Regelungen in Österreich geändert. So können sich Kontaktpersonen von Infizierten künftig ab dem fünften Tag per PCR-Test freitesten. Mit täglichen Tests und dem Tragen einer FFP2-Maske sollen Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur auch als Kontaktperson weiterarbeiten können.

Nehammer wies darauf hin, auch wenn die Omikron-Variante scheinbar weniger schwere Verläufe verursache, sei sie „enorm infektiös“. Prognosen gehen für die kommende Woche von 17.000 Neuinfektionen pro Tag in dem Land mit knapp neun Millionen Einwohnern aus. An diesem Donnerstag gab es laut Behörden-Angaben 8853 Fälle. Der Kanzler betonte nochmals die Bedeutung der Impfung. Die dritte Impfung schütze bis zu 90 Prozent vor einer Behandlung auf der Intensivstation, sagte er.

Torpediert Omikron die Impfpflicht?

Die für Februar in Österreich geplante Impfpflicht sehen Juristen allerdings angesichts der Omikron-Variante „auf wackeligen Füßen“. Die Variante sei auch für Geimpfte ansteckender und sie könnten das Virus ebenfalls verbreiten, sagte der Verfassungsjurist Heinz Mayer der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn die Impfung das Gesundheitssystem nicht ausreichend schützt, denn ist die Impfpflicht nicht zulässig.“ 

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In Italien sorgt die am Mittwochabend vom Kabinett beschlossene Einführung einer Impfpflicht für Menschen, die älter als 50 Jahre sind, für Kritik. Die Vorsitzende der rechtsradikalen Partei Fratelli d’Italia, Giorgia Meloni, sprach von einem weiteren Angriff auf Bürgerrechte. Betroffen sind auch Ausländer mit Wohnsitz in Italien.

Außerdem gilt für diese Altersgruppe vom 15. Februar an die 2G-Regel am Arbeitsplatz. An diesem Donnerstag meldeten Italiens Behörden mit 219.441 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen weiteren Rekord.

Lange Schlangen in einem Impfzentrum im italienischen Neapel

Lange Schlangen in einem Impfzentrum im italienischen Neapel

Portugal lockert auch wegen hoher Impfrate die Auflagen 

Trotz eines starken Anstiegs der Corona-Neuinfektionen auch in Portugal lockert die Regierung in Lissabon die Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Ab Montag sind die Schulen und ab Freitag auch die Nachtklubs wieder geöffnet. „Es ist bewiesen, dass die Omikron-Variante weniger schlimme Erkrankungen auslöst und dass Impfungen effektiv wirken“, begründete Ministerpräsident Antonio Costa die Entscheidung. In Portugal sind 89 Prozent der Einwohner vollständig geimpft.

Auf den Philippinen drohte Präsident Rodrigo Duterte ungeimpften Bürgern mit einer Festnahme, falls sie die Ausgangsbeschränkungen missachten sollten. In einer TV-Ansprache rief er dazu auf, sicherzustellen, dass Ungeimpfte das Haus nicht unzulässigerweise verließen. Das Land verzeichnet nach offiziellen Angaben mit 17.220 neuen Corona-Fällen ein Drei-Monats-Hoch.

WHO meldet Rekordzahlen

Weltweit stieg die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle nach Angaben der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen. Auch dies ist ein neuer Höchstwert, wie in Genf mitgeteilt wurde. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus schätzt die tatsächliche Zahl allerdings noch viel höher ein, da vielerorts nicht genügend getestet werde oder Meldungen unvollständig seien.

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Die Daten beziehen sich auf die Woche vom 27. Dezember bis zum 2. Januar. In Nord- und Südamerika verdoppelte sich die Zahl der Neuinfektionen binnen dieser Woche. In Europa betrug der Anstieg 65 Prozent.

In diesen sieben Tagen rund um den Jahreswechsel wurden weltweit auch 41.000 neue Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren etwa 289 Millionen Corona-Infektionen und 5,4 Millionen Todesopfer registriert.

se/uh (dpa, afp, ap, rtr, orf)




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