Österreich verschärft wieder Corona-Restriktionen | Aktuell Europa | DW

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Der Stufenplan sieht unter anderem vor, insbesondere die Regeln für Ungeimpfte strenger zu fassen. Demnach müssen Ungeimpfte voraussichtlich ab kommender Woche in allen Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder FFP2-Masken tragen. Ab einer Intensivbetten-Auslastung von zehn Prozent – das entspricht der Stufe eins – sollen alle Menschen auch dort wieder FFP2-Masken tragen,wo derzeit nur eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht ist. Zudem wird die Gültigkeitsdauer von Antigen-Tests von 48 auf 24 Stunden reduziert.

Die zehnprozentige Auslastung der Intensivbetten wird in Österreich bereits in der kommenden Woche erwartet. Derzeit liegt sie bei acht Prozent. Am Mittwoch lagen in ganz Österreich 180 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt bei 130. In Österreich sind derzeit gut 58 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

In einer Intensivbetten-Auslastung von 15 Prozent – dies entspricht der Stufe zwei – soll dann in ersten Bereichen die viel debattierte 2G-Regelung greifen. Wer in die sogenannte Nachtgastronomie oder zu einer Veranstaltung mit mehr als 500 Menschen will, muss dann entweder geimpft oder genesen sein. Selbsttests sollen nicht mehr gelten. Ab einer Intensivbetten-Auslastung von 20 Prozent (Stufe drei) sollen in 3G-Bereichen dann nur noch PCR-Tests anerkannt werden.

Österreich | Bundeskanzler Sebastian Kurz

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz

Kurz: „Pandemie der Ungeimpften“

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte bei der Vorstellung des Plans, die Maßnahmen seien „niemals Schikane“. „Das ist nicht, um jemanden zu schaden oder auszugrenzen.“ Sie seien notwendig, um einen generellen Lockdown für alle zu verhindern. Die aktuelle Infektionswelle sei „eine Pandemie der Ungeimpften“. Er fügte hinzu: „Wer sich nicht impfen lässt, wird sich anstecken, früher oder später.“ Für Geimpfte schloss er erneut Einschränkungen aus.

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Bereits am Montag hatte Kurz klargestellt, dass es für Geimpfte in seinem Land definitiv keinen Corona-Lockdown mehr geben werde. Er wolle so wenig Freiheitsbeschränkungen wie möglich. Zudem solle nicht mehr die Sieben-Tage-Inzidenz der Maßstab für etwaige Einschränkungen sein. Vielmehr solle die Bettenbelegung auf den Intensivstationen der neue Leitindex für Entscheidungen werden.

kle/sti (afp, rtr)




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