Omikron-Variante dominiert nun in Deutschland | Aktuell Deutschland | DW

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Auch in Deutschland ist Omikron mittlerweile die dominante Variante des Coronavirus. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht festhält, betrug der Anteil an allen übermittelten Fällen in der ersten Kalenderwoche dieses Jahres 73 Prozent. Bundesweit gibt es hier jedoch noch große Unterschiede. So lag der Omikron-Anteil laut RKI beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern nur bei elf Prozent und in Bremen bei 96 Prozent.

Das Berliner Institut warnt, in den nächsten Wochen werde in Deutschland mit einer starken Zunahme von Infektionen auch bei Geimpften und Genesenen gerechnet. Gleichzeitig weist das RKI drauf hin, erste Studien deuteten auf einen geringeren Anteil an Krankenhauseinweisungen im Vergleich zu Infektionen mit der Delta-Variante bei Infizierten mit vollständiger Impfung hin. Für eine abschließende Bewertung der Schwere der Erkrankungen durch die Omikron-Variante sei die Datenlage aber noch nicht ausreichend.

Amtsärzte warnen vor Schnelltests als Mittel zum Freitesten 

Angesichts der Dominanz der neuen Variante hält die Vertreterin der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, Antigen-Schnelltests als Mittel zum Freitesten für Infizierte in Isolation für ungeeignet. „Solange offen ist, welche Schnelltests zuverlässig die Omikron-Variante erkennen, ist es problematisch, beim Freitesten von Infizierten auf Schnelltests als Alternative zu PCR-Tests zu setzen“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Sollten die PCR-Tests wie erwartet knapp werden, steuern wir auf eine schwierige Lage zu.“

Nach den neuen Quarantäneregeln, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, können sich Infizierte und Kontaktpersonen in der Regel nach sieben Tagen mittels PCR-Test oder zertifiziertem Schnelltest freitesten und die Frist damit um drei Tage verkürzen.

Antigen-Schnelltest

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Ein negativer Antigen-Schnelltest

Teichert warnt mit Blick auf die stark steigenden Infektionszahlen zudem vor einem Kontrollverlust der Gesundheitsämter bei den Infektionsdaten. Wenn das Personal nicht kurzfristig deutlich aufgestockt werde, „haben wir in den nächsten Wochen keinen klaren Überblick“, sagte sie. Viele Ämter hätten die Kontaktverfolgung bereits einschränken müssen.

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen erreichte einen neuen Höchstwert. Das RKI gibt die Sieben-Tage-Inzidenz an diesem Freitag mit 470,6 an. Am Donnerstag lag der Wert, der die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner beziffert, noch bei 427,7. Insgesamt meldeten die Behörden 92.223 neue Corona-Fälle, ebenfalls ein Rekord. Am Freitag vor einer Woche wurden in Deutschland noch 56.335 Neuinfektionen registriert.

se/fab (dpa, afp, rtr, rki)




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