Opferzahl nach Amoklauf in Russland korrigiert | Aktuell Europa | DW

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Nach dem Amoklauf an einer Universität in der russischen Stadt Perm haben die Behörden die Zahl der Todesopfer nach unten korrigiert. Es seien sechs Menschen ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium der Agentur Interfax zufolge mit. Zuvor war von acht Toten die Rede gewesen. Mehr als 20 Menschen wurden demnach verletzt.

Verwirrung gab es zunächst auch um den Gesundheitszustand des Täters. Der junge Mann sei bei der Festnahme verwundet und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, erklärten die Ermittler nun. Zuvor hatte die Hochschule in der rund 1200 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Stadt den Mann für tot erklärt – die Uni löschte diese Information später jedoch wieder.

Mit Helm und Waffe über den Unicampus

Russische Staatsmedien zeigten Videoaufnahmen, auf denen der schwarzgekleidete Angreifer zu sehen sein soll, der mit Helm und Waffe über den Universitätscampus läuft. Auf Videos im sozialen Netzwerk Telegram ist zu sehen, wie Menschen aus Fenstern sprangen. Im Inneren des Gebäudes in der Stadt rund 1200 Kilometer östlich von Moskau verbarrikadierten Studenten mit Stühlen und Tischen die Türen. Sie waren aufgefordert worden, sich in den Hörsälen einzuschließen. Dozenten hatten sich eigenen Angaben zufolge vor dem maskierten Mann in ihren Büros verschanzt.

Polizei und Rettungsdienste in Wartestellung am Areal der Hochschule der sibirischen Stadt

Polizei und Rettungsdienste in Wartestellung am Areal der Hochschule der sibirischen Stadt

Medienberichten zufolge handelte es sich bei dem Täter um einen jungen Mann, der seine Tat zuvor in den sozialen Netzwerken angekündigt hatte. Ein klares Motiv nannte er demnach nicht. Es wurden Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet. Präsident Wladimir Putin drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow mitteilte. Regierungschef Michail Mischustin wies die Minister für Gesundheit und Bildung an, in das rund 1200 Kilomter östlich von Moskau entfernte Perm zu fliegen, um die Universität zu unterstützen.

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Schon mehrere Gewalttaten an Schulen

Es ist nicht der erste tödliche Überfall auf eine Bildungseinrichtung in Russland. Im Mai hatte ein 19-Jähriger neun Menschen in einer Schule in Kasan in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet. Die meisten Opfer waren Kinder. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Der Mann wurde wegen Mordes festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. 2018 hatte ein 18 Jahre alter Berufsschüler in der Stadt Kertsch auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim um sich geschossen und einen Sprengsatz gezündet. Dabei starben 20 Menschen.

sti/ww (afp, ap, rtr, dpa)




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