Opposition in Belarus setzt auf Unterstützung | Aktuell Europa | DW

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Die Opposition in Belarus (Weißrussland) setzt angesichts der anhaltenden Massenproteste gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko auf internationale Unterstützung. Die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja reiste nach Berlin, um sich in dieser Woche unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas zu treffen.

“Wir brauchen Hilfe bei der Mediation unserer Verhandlungen mit den Behörden”, sagte sie in einem Interview der Deutschen Welle am Rande einer Veranstaltung mit Exil-Belarussen. Sie denke, dass politisch Verantwortliche in Deutschland dabei “sehr hilfreich” sein könnten.

Deutschland l Tichanowskaya besucht die Ausstellung Belarus. Art. Revolution (W. Esipow/DW)

In Berlin besuchte Swetlana Tichanowskaja die Ausstellung “Belarus. Art. Revolution”, die sich der belarussischen Kunstszene widmet

Gleichwohl sprach sie sich dabei auch gegen eine Parteinahme Dritter aus: “Wir wollen, dass andere Länder, auch Russland, nur als Mediatoren in den Verhandlungen helfen”, stellte sie klar und ergänzte: “Nur die Belarussen können diese Krise lösen, vielleicht mit Hilfe. Deshalb fordern wir Mediation von den Ländern, die uns helfen wollen und zwar am liebsten unter dem Dach der OSZE.”

Exil in Litauen

Seit der Präsidentschaftswahl am 9. August demonstrieren die Belarussen jedes Wochenende zu Zehntausenden gegen den seit 26 Jahren regierenden Alexander Lukaschenko. Sie werfen ihm Wahlfälschung vor und fordern Neuwahlen. Nach ihrer Überzeugung ist Tichanowskaja die wahre Siegerin der Wahl. Wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Regierungskritiker war die 38-Jährige kurz nach der Wahl nach Litauen geflohen. 

Die Bundesregierung bekräftigte vor dem Treffen mit Merkel ihre Unterstützung für die friedlichen Proteste. Tichanowskaja sei eine Leitfigur der Opposition in Belarus und all derer, die gegen Wahlfälschung, Wahlbetrug und die Misshandlungen friedlicher Demonstranten dort auf die Straße gehen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

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uh/sti (DW-eigen, dpa)

 




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