Pakistans Airline will Kabul wieder anfliegen | Aktuell Welt | DW

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Die staatliche pakistanische Fluggesellschaft PIA will von Montag an den kommerziellen Flugverkehr in die afghanische Hauptstadt Kabul wiederaufnehmen. „Wir haben alle technischen Genehmigungen für den Flugbetrieb“, sagte ein Sprecher des Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP. Der erste Flug werde in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad starten.

Mit dem Abzug der US-Truppen Ende August waren die Rettungsflüge aus Kabul, die nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban begonnen hatten, eingestellt worden. Über die internationale Luftbrücke konnten binnen weniger Wochen etwa 123.000 Menschen außer Landes gebracht werden – aber bei weitem nicht alle ausreisewilligen Ausländer und sämtliche Afghanen, die zum Beispiel wegen ihrer Zusammenarbeit mit westlichen Streitkräften bedroht sind.

Charterflüge außer Landes

Die Ankündigung aus Pakistan nährt nun die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs. Bereits in dieser Woche waren nach Angaben des US-Sondergesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, mehr als 250 Menschen an Bord von Chartermaschinen in das Emirat Katar gekommen, unter ihnen auch zahlreiche US-Amerikaner und etliche Deutsche.

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Diejenigen Afghanen, die in Sicherheit gelangten und nach einem Zwischenstopp in die Vereinigten Staaten einreisen wollen, müssen allerdings mit Verzögerungen rechnen: Nach dem Auftreten mehrerer Masern-Fälle lässt die US-Regierung die ausgeflogenen Personen vorerst nicht ins Land.

Impfungen auf Militärstützpunkten

Bei vier der kürzlich eingetroffenen Afghanen seien die Masern diagnostiziert worden, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Die Betroffenen mussten in Quarantäne. Als „Vorsichtsmaßnahme“ seien Flüge mit Afghanen in die USA vorerst ausgesetzt worden. Flüchtlinge vom Hindukusch, die auf Militärstützpunkten in den USA eingetroffen seien, würden nun unter anderem gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft.

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Die Regierung in Washington prüft laut Psaki außerdem die Möglichkeit, auch jene zu impfen, die sich noch auf Stützpunkten in anderen Ländern befinden. Die Vereinigten Staaten nutzen etwa die Luftwaffenbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz als Transitort für Tausende Menschen aus Afghanistan, die nach der Evakuierungsmission in die USA umgesiedelt werden sollen.

jj/haz (dpa, afp)




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