Pandemie-Silvester startet mit Samoa | Aktuell Welt | DW

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Als Erste begrüßten die Bewohner der Südsee-Inseln Samoa und Kiribati um 11.00 Uhr MEZ das neue Jahr. In beiden Ländern ist die Neujahrsstimmung aufgrund der Corona-Pandemie eher gedämpft. Obwohl es auf Kiribati noch keine einzige Corona-Infektionen gegeben haben soll und in Samoa der erste Fall erst Mitte November gemeldet worden war, wurden öffentliche Feuerwerke abgesagt. Ausländische Touristen dürfen die Inseln im Südpazifik derzeit nicht besuchen.

Auch blicken beide Länder aufgrund des weltweiten Klimawandels besorgt ins neue Jahr. In Samoas Hauptstadt Apia haben Stürme zu Überflutungen geführt. Die 3000 Inseln, die zu Kiribati gehören, kämpfen aufgrund des steigenden Wasserspiegels des Pazifiks mit Überschwemmungen.

Großveranstaltungen sind tabu

Weltweit wird in der Nacht zum Freitag das neue Jahr ohne die sonst üblichen Massenveranstaltungen und Feiern eingeläutet. In der australischen Metropole Sydney etwa findet das traditionelle Silvesterfeuerwerk am Hafen zwar statt, wegen der Corona-Pandemie jedoch ohne Zuschauer vor Ort. Auch an der Copacabana an der Küste der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro herrscht Feierverbot. Die Strände sind zum Jahreswechsel gesperrt.

Ohne größere Beschränkungen wird allerdings in Neuseeland gefeiert. Eine Reihe von großen Musikfestivals und Feuerwerksshows steht dort an. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat der Inselstaat im Südpazifik seit mehr als einem Monat keine Corona-Fälle mehr verzeichnet. Daher können die Veranstaltungen ohne Begrenzungen der Besucherzahl stattfinden.

In Deutschland ist der Verkauf von Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie bundesweit verboten, um die Krankenhäuser vor Überlastung durch Böllerverletzungen zu schützen. Vielerorts sind Feuerwerks-Verbotszonen eingerichtet.

Berlin schickt fast 3000 Polizisten

Die Berliner Polizei bereitet sich mit einem massiven Personalaufgebot auf die Silvesternacht vor. Geplant ist der Einsatz von 2900 Beamten – 600 von ihnen aus anderen Bundesländern. Bei dem Einsatz gehe es vor allem um die Durchsetzung des Infektionsschutzes. Die Polizisten sollten die Böller-Verbotszonen kontrollieren und bei illegalen Silvester-Partys einschreiten, hieß es. 

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Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik ergänzte: “Es lohnt nicht, zum Brandenburger Tor zu kommen, das ist weiträumig abgesperrt”. Sie setze auf die Vernunft der Bürger: “Wir haben einen großen Teil der Berlinerinnen und Berliner, die vernünftig sind und zuhause zu fünft feiern”, so Slowik. 

Grüße von oben

Die beiden russischen Kosmonauten auf der Internationalen Raumstation ISS wünschten ihren Mitmenschen auf der Erde per Videobotschaft einen guten Rutsch ins neue Jahr. 2020 sei eine Bewährungsprobe für den Planeten gewesen, sagt Sergej Ryschkow in dem Video, das die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos veröffentlichte.

Internationale Raumstation - ISS

Die ISS-Besatzung sandte Neujahrsgrüsse auf die Erde

Es sei aber auch – so der russische Kosmonaut weiter – bewiesen worden, “dass jede Pandemie machtlos ist, wenn die Menschheit sich vereinigt im Kampf für das, was das Wichtigste für uns ist: das Leben”.

16 Mal Silvester – an einem Tag

Sein Kollege Sergej Kud-Swertschkow erinnerte daran, dass es bereits das 20. Mal sei, dass Raumfahrer auf der ISS einen Jahreswechsel erleben. Zurzeit halten sich sieben Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit auf.

Weil die ISS die Erde dieses Jahr am Silvestertag 16 Mal umrundet, kann die Besatzung auch gleich 16 Mal ins neue Jahr starten. Die ISS umkreist unseren Planeten alle eineinhalb Stunden.

haz/AR (dpa)




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