Pro-palästinensische Demonstrationen europaweit | Aktuell Europa | DW

Pro-palästinensische Demonstrationen europaweit | Aktuell Europa | DW

0 Von


In der französischen Hauptstadt Paris ging die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen pro-palästinensische Aktivisten vor, die trotz eines Demonstrationsverbots auf die Straße gegangen waren. Einige warfen Steine oder versuchten, Straßen mit Bauabsperrungen zu blockieren. Ein geplanter Marsch zur Place de la Bastille wurde verhindert. Nach Angaben der Polizei wurden 44 Menschen festgenommen, ein Polizist wurde verletzt. Der Präsident der Palästinenservereinigung für die Region Paris, Walid Atallah, warf den Behörden vor, Spannungen durch das kurzfristige Demoverbot zu schüren.

Frankreich l Gaza Konflikt l Pro Pälestinenische Demonstration in Paris

Demonstranten in Paris lieferten sich mancherorts ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei

Die Sicherheitsbehörden befürchten schwere Ausschreitungen wie 2014, als Synagogen und andere jüdische Einrichtungen zum Ziel wurden. In anderen französischen Städten, darunter Toulouse und Montpellier in Südfrankreich, durften hingegen pro-palästinensische Demonstrationen stattfinden. Hunderte gingen dort auf die Straßen. Auch in Lyon, Bordeaux, und Marseille waren Demonstrationen vorgesehen.

Frankreich l Gaza Konflikt l Pro Pälestinenische Demonstration in Paris

Die Kundgebung in Marseille verlief ohne Zwischenfälle

In London forderten mehrere tausend Demonstranten, die britische Regierung solle sich für ein Ende der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen einsetzen. Von der Nähe des Hyde Parks im Zentrum der britischen Hauptstadt aus zogen sie Richtung israelischer Botschaft. Palästinensische Flaggen wurden geschwenkt und Schilder hochgehalten, auf denen die “Befreiung” der Palästinensergebiete von der israelischen Besatzung gefordert wurde. 

Großbritannien l Gaza Konflikt l Pro Pälestinenische Demonstration in London

Viele der Demonstranten in London hatten sich in palästinensische Flaggen gehüllt

Jeremy Corbyn als Redner in London

Als Redner trat unter anderen der ehemalige Chef der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, auf. Er forderte die Regierung in Jerusalem auf, die Besetzung des Westjordanlands zu beenden. Der 71-Jährige, der für den Londoner Wahlkreis North Islington im Parlament sitzt, ist derzeit aus der Fraktion seiner Partei ausgeschlossen, während eine Untersuchung zu Antisemitismus in der Partei unter seiner Führung (2015 bis 2020) läuft.

Großbritanien I Jeremy Corbyn I Palästina-Solidaritätsmarsch

Empfehlung:   Ein Toter nach Schüssen in Paris | Aktuell Europa | DW

Ex-Labour-Chef Jeremy Corbyn: wegen Untersuchungen zu Antisemitismus derzeit aus der Partei ausgeschlossen

Corbyn war wegen seiner als einseitig wahrgenommenen Unterstützung für die Palästinenser in der Vergangenheit auch selbst antisemitischer Tendenzen bezichtigt worden, hatte die Vorwürfe aber stets bestritten. 

Die Organisatoren sprachen von 150.000 Teilnehmern, die Polizei machte dazu keine Angaben. Zu den Organisatoren gehörten mehrere Verbände, darunter das Bündnis “Stop the War”, die muslimische Vereinigung Großbritanniens und die Palästinensische Solidaritätskampagne.

Spanien l Gaza Konflikt l Pro Pälestinenische Demonstration in Madrid

Palästinenserflaggen überall auch in Madrid

In Madrid gingen nach Angaben der Polizei etwa 2500 Menschen zur Unterstützung der Palästinenser auf die Straße. “Jerusalem, ewige Hauptstadt der Palästinenser”, war auf Transparenten zu lesen. Viele junge Leute waren in palästinensische Flaggen gehüllt. Die Demonstranten riefen die Europäer auf, nicht länger mit Israel zu kooperieren.

uh/se (dpa, afp)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.