Prominenter Sänger in Äthiopien erschossen | Aktuell Afrika | DW

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Nach dem gewaltsamen Tod des Sängers Hachalu Hundessa seien viele Hauptverkehrsadern blockiert, Menschen würden Reifen verbrennen und Statuen umstürzen, berichtete ein dpa-Reporter. In mehreren Stadtteilen sei Rauch über Dächern zu sehen. Zudem sei das Internet abgeschaltet worden.

Zuvor sei Hachalu Hundessa, ein bekannter Sänger der äthiopischen Bevölkerungsgruppe der Oromo, erschossen worden, berichteten äthiopische Medien. Der Hintergrund der Tat ist noch unklar. Regierungschef Abiy Ahmed sprach sein Beileid aus und twitterte, dass man die Ergebnisse einer Ermittlung erwarte. Hachalu wird von vielen Oromo als ein Verfechter der Rechte der Bevölkerungsgruppe angesehen.

Jahrelange Spannungen 

Die Oromo fühlten sich jahrelang von der autoritären Regierung vernachlässigt. Obwohl sie das zahlenmäßig größte Ethnie Äthiopiens sind, stellen jahrelang andere Bevölkerungsgruppen die Regierungen. Andauernde Proteste in den Regionen Oromia und Amhara führten schließlich 2018 zum Rücktritt des Regierungschefs und dem Amtsantritt seines Nachfolgers Abiy.

Äthiopien Addis Ababa Odaa Award Zeremonie (Odaa Award)

Hachalu bei einem Auftritt 2013: Wer auf den Künstler schoss, ist noch unklar

Dieser – selbst ein Oromo – wird als Reformer gesehen und erhielt unter anderem wegen seiner Befriedungsbemühungen am Horn von Afrika den Friedensnobelpreis. Allerdings sind unter Abiy ethnische Spannungen und Konflikte wieder stark angestiegen.

sth/AR (dpa, rtr) 




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