Protest gegen ″Gesundheitsdiktatur″ in Rom | Aktuell Europa | DW

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In Rom haben mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Krisenpolitik der italienischen Regierung demonstriert. Bei der Kundgebung im Stadtzentrum wandten sich die Aktivisten gegen eine vermeintliche “Gesundheitsdiktatur” und forderten ein Ende der Beschränkungen im Kampf gegen das Virus. “Wir befinden uns im Krieg, und jene, die ihn uns erklären, verschonen niemanden”, hieß es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Laut Medienberichten waren Taxifahrer, Hoteliers, aber auch etliche Anhänger rechtsextremer Parteien unter den Teilnehmern. Ein Mann ließ sich von der Presse fotografieren, während er demonstrativ ein Foto von Papst Franziskus verbrannte.

Antwort “mit Zahlen”

Regierungschef Giuseppe Conte hatte zuvor erklärt: “Wir wollen mit einer laufenden Pandemie fertigwerden. Heute gibt es in Rom eine Demonstration von Menschen, die glauben, dass sie nicht existiert.” Ihnen antworte man “mit Zahlen”. Außenminister Luigi Di Maio sagte, Zehntausende Italiener seien dem Virus zum Opfer gefallen. “Ich bitte die Leugner, zumindest den Familien der Toten Respekt zu erweisen.”

Italien | Coronavirus | Proteste in Rom (Getty Images/AFP/V. Pinto)

Mehrere Tausend Menschen sind in der italienischen Hauptstadt zusammengekommen

Insgesamt haben sich in Italien nach offiziellen Angaben gut 276.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert; mehr als 35.500 starben an oder mit COVID-19. Auch der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi ist erkrankt. Der behandelnde Arzt in Mailand sprach von “vorsichtigem, aber begründetem Optimismus”. Der Zustand des 83-Jährigen, der am Donnerstag in eine Klinik gebracht wurde, sei “stabil”.

Redner vom rechten Rand

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb gingen ebenfalls mehrere Tausend Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie “Freiheit ist unsere Macht” und “Eltern und Kinder sind unzufrieden”. Masken waren kaum zu sehen; auch die Abstandsregeln wurden nicht eingehalten. Unter den Rednern und Teilnehmern waren Politiker und Publizisten vom rechten Rand des Spektrums.

Kroatien | Coronavirus | Proteste in Zagreb (Getty Images/AFP/D. Lovrovic)

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Kein AHA-Effekt: In Zagreb sah man kaum Abstand und nur wenige Masken

Kroatien ist im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl stark von der Pandemie betroffen. An diesem Samstag meldeten die Behörden 311 Neuinfektionen. 285 Menschen in dem rund vier Millionen Einwohner zählenden EU-Land werden wegen COVID-19 im Krankenhaus behandelt. Die Bundesregierung hat für drei Verwaltungsbezirke an der Adriaküste – Zadar, Sibenik-Knin und Split-Dalmatien – eine Reisewarnung ausgesprochen.

jj/kle (dpa, afp, kna)




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